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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Horst Bartnig gestorben

Mit Horst Bartnig ist ein wichtiger Vertreter der Konkreten Kunst gestorben

Horst Bartnig ist tot. Der Maler, Grafiker, Computergrafiker und Plastiker starb nach schwerer Krankheit am 14. April mit 88 Jahren in Berlin. Bartnig galt seit den 1970er Jahren als einer der bedeutendsten Vertreter der Konkreten Kunst in der DDR. Sein Schaffen dominierte die Werkgruppe der „Unterbrechungen“, die etwa in Form von einem parallelen Gitter aus Geradensegmenten in unterschiedlichen Farben bestehen. So ziehen sich in den „230 Unterbrechungen“ von 1991 gelbe kurze Linien versetzt über den schwarzen Grund, ein sich diagonal überschneidendes Diamantmuster in Grau und Schwarz hingegen findet sich in seinen „50 unterbrechungen in hellgrau, 50 striche in schwarz“ von 2021. Eines von Bartnigs Charakteristika war seine intensive Ausarbeitung seiner Serien, die ein Thema etwa in 70, 136, 1044 oder 3622 Variationen umsetzte. Hierfür nutzte Bartnig auch die Rechenkraft von Computern.

Horst Bartnig kam am 15. November 1936 in Militsch in Niederschlesien zur Welt und studierte von 1954 bis 1957 an der Fachschule für angewandte Kunst in Magdeburg. Seine Auseinandersetzung mit der Konkreten Kunst begann 1964, parallel arbeitete er in Berlin auch als Bühnenmaler für das Deutsche Theater und das Berliner Ensemble. Darüber hinaus begann er, für ausgewählte Adressaten aus Museen, an Verwandte, Kollegen, seine Ärzte und Schornsteinfeger Neujahrskarten zu verschicken. Diese entwarf er jährlich neu und versah sie mit einer Sondermarke. Diese jahrzehntelange Tradition, die schon einmal 500 Personen umfassen konnte, musste er 2023 krankheitsbedingt einstellen. Die Bedeutung dieser Karten ehrte 2007 die Kulturbundgalerie Treptow in der Schau „horst bartnig / neujahrsgrüße 1964-2007 / mail art / international / hin und zurück“.

Die geometrischen Variationen seiner Bildfolgen erforderten gerade bei mathematisch komplexeren Fällen der Kombinatorik wie auch bei Fragen zu geometrischen Symmetrien und zur Gruppentheorie gewisser Hilfe. So arbeitete Horst Bartnig ab 1974 mit dem Physiker Reinhard Koch zusammen, der im Zentralinstitut für Kernforschung Rossendorf bei Dresden tätig war. Von 1979 bis 1985 wandte sich Bartnig der künstlerischen Computergrafik zu und setzte dabei auf die Mitarbeiter des Instituts für Informatik und Rechentechnik der Akademie der Wissenschaften in Berlin-Adlershof, wo er auch eine sowjetische Großrechenanlage nutzen konnte. Mit Hilfe von Vektoren variierte Bartnig etwa Serien in ihrer Entwicklung wie bei „Blau auf Hellgrün“, „Blau auf Grün“, „Blau auf Dunkelgrün“, „Blau auf Blau“, und „Blau auf Schwarz“. Ende der 1980er Jahre wandte sich Bartnig den „Unterbrechungen“ zu. Hier folgte der Künstler einer mathematischen Regel, von der er nur selten abwich.

Eine seine ersten Präsentationen hatte Horst Bartnig 1965 in den Privaträumen des Malers Thomas Kaminsky in Berlin. Später stellte er auch in Galerien und Museen aus, darunter im Dresdner Leonhardi-Museum, im Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen, im Neuen Museum in Nürnberg oder in der Stiftung für Konkrete Kunst in Reutlingen. In Würzburg finden sich Werke von Bartnig in der Sammlung Peter C. Ruppert im Museum im Kulturspeicher, in Berlin im Kupferstichkabinett, im Bonner Arithmeum, im Kunstmuseum Moritzburg in Halle an der Saale oder auch im Haus Konstruktiv in Zürich. 1993 wurde Horst Bartnig mit dem Will-Grohmann-Preis geehrt, 2001 mit dem Hannah-Höch-Preis.


22.04.2025

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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