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Wien präsentiert Meister der Zeichnung auf farbigem Papier

Leonardo da Vinci, Halbfigur eines Apostels, um 1494/96

Die Albertina in Wien widmet sich in der Schau „Leonardo – Dürer“ den bedeutendsten Zeichnern der Renaissance und ihren Werken auf buntem Papier. Neben 26 Arbeiten von Leonardo da Vinci und ebenso vielen von Albrecht Dürer gehören auch Meisterzeichnungen von Raffael, Tizian, Albrecht Altdorfer oder Hans Holbein d.Ä. zu den 146 Exponaten, wobei zwei Drittel aus den eigenen Beständen stammen, ergänzt um Leihgaben aus dem Louvre, den Uffizien oder dem British Museum. Dabei betrachten die Kuratoren Achim Gnann, Christof Metzger und Margherita Clavarino Allerberger das Genre der Zeichnung auf farbigem Papier in Italien und dem Norden und stellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten vor. Zudem versteht sich die Schau als große Antrittspräsentation von Generaldirektor Ralph Gleis und sei die bisher umfassendste Ausstellung zu Leonardo da Vinci im deutschsprachigen Raum.

„Mit dieser Ausstellung verweisen wir auf die großartige grafische Sammlung und die Tradition der Albertina, sie hat somit programmatischen Charakter“, hob Ralph Gleis hervor. „In der Renaissance kam Künstlern der Gedanke, Papier zu grundieren oder bereits gefärbtes Papier zu verwenden, um auf diese Weise mit Virtuosität ins Dunkle, aber auch ins Helle zu arbeiten. So erschlossen sich den Künstlern und ihrem Publikum ganz neue plastische Möglichkeiten und ästhetische Erfahrungen, wie wir in dieser beachtlichen Zusammenstellung von knapp 150 Werken zeigen“, so Gleis weiter.

Spielten Zeichnungen auf farbigem Papier in Italien eher die Rolle von Skizzen und Studien im künstlerischen Werkprozess, so wurden sie nördlich der Alpen als eigenständige Kunstwerke en miniature geschätzt. Gerade im deutschsprachigen Raum nutzten Künstler diese Art der Zeichnung für detailreiche feine Darstellungen religiöser oder mythologischer Themen, etwa Dürer in seinen berühmten „Betenden Händen“, die als kostbare Schau- und Sammlerstücke dienten. In der Schau wartet etwa Leonardo mit Akten, Frauen oder Männerköpfen als Studien auf farbigem Papier auf, Hans Baldung Grien thematisiert einen bewegten Hexensabbat auf gebräuntem Papier, und ein Oberrheinischer Meister verewigte vor schwarzem Grund in Weiß die Apostelsymbole und Engel sowie mythische Wesen, darunter Einhörner oder den Wilden Mann. Christof Metzger erklärt, dass bereits die vielen Sujets aus Geschichte, Mythologie, Religion und auch Volksglauben demonstrieren, dass die Künstler auf die Begehrlichkeiten einer neuen, gebildeten Kundenschicht abzielten.

Die Ausstellung „Leonardo – Dürer. Meisterzeichnungen der Renaissance auf farbigem Grund“ läuft bis zum 9. Juni. Die Albertina hat täglich von 10 bis 18 Uhr, mittwochs und freitags bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 19,90 Euro, ermäßigt 15,90 Euro. Für Jugendliche unter 19 Jahren ist der Eintritt frei. Der begleitende Katalog kostet im Museum 39,90 Euro.

Albertina
Albertinaplatz 1
A-1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 – 534 830


11.03.2025

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Albertina

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Zeichnung

Stilrichtung:


Alte Meister

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Renaissance

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Albrecht Dürer, Kopf des Laute spielenden Engels, 1506
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Raffael, Studie zur Bridgewater-Madonna, um 1506/07
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Antonio Pisanello, Allegorie der Luxuria, um 1425/30
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Variabilder:

Oberrheinischer Meister, Musterblatt mit
 Evangelistensymbolen, Tieren und Wildem Mann, um 1430/40
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Variabilder:

Hans Baldung Grien, Hexensabbat, 1514
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