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Tony Cragg stattet eine Oper am Staatstheater Meiningen aus

Organische Schichtungen für ein Brüderpaar



Skulpturen von Tony Cragg auf der Bühne des Staatstheaters Meiningen

Skulpturen von Tony Cragg auf der Bühne des Staatstheaters Meiningen

Tony Cragg stattet erstmals eine klassische Oper aus. Das Staatstheater im thüringischen Meiningen hat für 21. Februar Jean-Philippe Rameaus „Castor et Pollux“ in einer Bühne des in Wuppertal lebenden Bildhauers angekündigt. Die Inszenierung übernimmt Adriana Altaras. Der Intendant des traditionsreichen Hauses, Jens Neundorff von Enzberg, hat die Spielfassung der Oper Rameaus erstellt. Co-Bühnenbildnerin ist die in Würzburg lebende Verena Hemmerlein. Cragg wird nach den Worten des Intendanten in seinem Bühnenbild als Bildhauer wie als Zeichner sichtbar sein. Sein Kontakt mit dem Künstler reiche über zwanzig Jahre zurück, seit er als Chefdramaturg und Operndirektor die Oper Bonn mit der Kunsthalle und mit bildenden Künstlern verknüpft habe, erklärte Jens Neundorff von Enzberg.


Sir Tony Cragg, 1949 in Liverpool geboren, hat bisher nur zwei Mal eine Bühne gestaltet: 2015 für eine spartenübergreifende Produktion von Shakespeares „Romeo und Julia“ und 2021 für ein Musical nach Herman Melvilles „Moby Dick“ mit der Musik von Alexander Balanescu, beide in Wuppertal in der Regie von Robert Sturm. Der Künstler ist spätestens seit Mitte der 1980er Jahre durch seine ungegenständlichen, sich windenden, organisch wirkenden, oft metallisch glänzenden Skulpturen bekannt geworden. Seine abstrakten Werke mit Kunststoff als Material machten vorher schon auf bedeutenden Ausstellungen wie der Kasseler Documenta, der Biennale di Venezia oder in Museen wie dem Brooklyn Museum New York oder der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf auf ihn aufmerksam.

Die Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern ist für das Staatstheater Meiningen kein neues Unterfangen, Jens Neundorff von Enzberg hat seine Erfahrungen aus Bonn dort wieder aufgegriffen: Markus Lüpertz stattete in Meiningen Giacomo Puccinis „La Bohème“ aus. Der Großmeister monumental gesteigerter expressionistischer Malerei und Skulptur schuf auch die Ausstattung für Vicente Martín y Solers Oper „Una cosa rara“, die 2018 am Theater Regensburg von Andreas Baesler neu inszeniert und 2024 nach Meiningen übernommen wurde. Zudem hat Achim Freyer für Meiningen gearbeitet: Auf eine „Zauberflöte“ im Jahr 2022 folgte in dieser Spielzeit Giuseppe Verdis „Don Carlos“. Bei Rameaus „Castor et Pollux“ leitet Christopher Moulds die Meininger Hofkapelle. Der britische Dirigent ist bekannt für seine Dirigate von Opern von Komponisten wie Claudio Monteverdi, Francesco Cavalli oder Georg Friedrich Händel in Amsterdam, Berlin, Glyndebourne, Halle, München, Salzburg oder Zürich.

Tony Cragg lebt seit 1977 in Wuppertal. Ab 1979 lehrte er – mit einem Intermezzo in Berlin von 2001 bis 2006 – an der Kunstakademie Düsseldorf, deren Rektor er von 2009 bis 2013 war. 2006 erwarb er in Wuppertal Park und Villa Waldfrieden und gestaltete das 15 Hektar große Gelände zum Skulpturenpark um.

Cragg hat zahlreiche Ehrungen empfangen, so den Turner Prize und die Ordre des Arts et des Lettres. Er ist Ehrenbürger der Stadt Wuppertal und seit 2015 Ehrenmitglied der Kunstakademie Düsseldorf. Derzeit und bis zum 4. Mai zeigt in Rom das Museo Nazionale Romano in den Diokletiansthermen eine Einzelausstellung mit 18 Skulpturen Tony Craggs aus den letzten zwei Jahrzehnten. Im Sommer ziehen Skulpturen Craggs dann vom 24. Juli bis 6. Oktober in die Prunkräume der Alten Residenz in Salzburg ein.

www.staatstheater-meiningen.de



06.02.2025

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Werner Häußner

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Skulpturen von Tony Cragg auf der Bühne des Staatstheaters Meiningen
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Tony Cragg besichtigt mit Jens Neundorff von Enzberg die Meininger Bühne
Tony Cragg besichtigt mit Jens Neundorff von Enzberg die Meininger Bühne

Künstler:


Tony Cragg







Tony Cragg besichtigt mit Jens Neundorff von Enzberg die Meininger Bühne

Tony Cragg besichtigt mit Jens Neundorff von Enzberg die Meininger Bühne




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