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Lenbachhaus restituiert Plastik von Georg Wrba

Georg Wrba, Diana auf der Hirschkuh, um 1901

Infolge eigener Provenienzrecherchen hat die Städtische Galerie im Lenbachhaus eine Statuette von Georg Wrba an die Fondation Bona Terra, die Erbin des Industriellen Max Meirowsky, zurückgegeben. Die Silberplastik „Diana auf der Hirschkuh“, ein Frühwerk des Künstlers, das erstmals 1899 auf der Münchner Secessionsausstellung zu sehen war, wurde 1938 von den Nationalsozialisten aus der Sammlung von Meirowsky entzogen. Die Unterlagen des Münchner Museums belegen eindeutig, dass dieses Exemplar aus dem Besitz des 1866 in Ostpreußen geborenen jüdischen Sammlers stammt.

Der Kölner Unternehmer, Mäzen und passionierte Kunstsammler bediente mit seinem Unternehmen für Isoliermaterial die wachsende Nachfrage der Automobil- und Elektroindustrie. Sein Vermögen investierte Max Meirowsky in Kunstwerke von Pierre-Auguste Renoir, Paul Gauguin oder Vincent van Gogh. Die Silberplastik von Wrba war ein Auftragswerk für den Ausbau seiner 1910 erbauten Villa in Köln-Lindenthal. Mitte der 1920er Jahre legte Meirowsky seine Stelle als Direktor des Kölner Unternehmens „Meirowsky & Co AG“ nieder und zog nach Berlin. Seine Berliner Firma stellte 1927 den Betrieb ein, das Firmengrundstück wurde 1938 zwangsverkauft. Ein ähnliches Schicksal durchlitt auch seine Kunstsammlung. Nachdem Meirowsky ab 1936 deutschen Museen einzelne Werke zum Verkauf anbot, veräußerte er ab 1937 ganze Konvolute. Im November 1938 versteigerte das Berliner Auktionshaus Hans W. Lange 140 Objekte aus seiner Sammlung. Insgesamt werden bis heute noch mehr als 300 Werke seiner Sammlung vermisst.

Das Geld benötigte der Industrielle dringend für die Bezahlung der sogenannten Reichsfluchtsteuer und der Judenvermögensabgabe. Das Lenbachhaus erwarb zwei Objekte auf der Berliner Auktion. Neben der Silberplastik von Georg Wrba auch ein Gemälde von Philipp Röth, das bereits 2012 restituiert wurde. Unmittelbar nach der Auktion emigrierte Meirowsky über die Niederlande in die Schweiz. Er starb 1949 als Staatenloser in Genf. In seinem Testament bestimmte er die Gründung der Bona Terra-Stiftung, die sich der Förderung des Handwerks und der Landwirtschaft in Israel widmen soll. 1954 konnte die Stiftung durch die Unterstützung des Testamentsvollstreckers, des Schweizer Völkerrechtlers Paul Guggenheim, ins Leben gerufen werden.


09.07.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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