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Trauer um June Leaf

June Leaf in den frühen 1990 Jahren

Die US-amerikanische Künstlerin June Leaf ist tot. Die Ehefrau des Fotografen Robert Frank starb am 1. Juli in New York. Sie wurde 94 Jahre alt. Wie die New York Times berichtet, litt die Künstlerin seit einiger Zeit an Magenkrebs. Das facettenreiche Werk von June Leaf spannt sich über 70 Jahre und umfasst unter anderem Gemälde, Zeichnungen, Assemblagen, aber auch Skulpturen. Vor allem dem menschlichen Körper widmete sie ihre Aufmerksamkeit. Auch wenn Kritiker zu Beginn ihrer Karriere den Siegeszug der Abstraktion und ungegenständlichen Kunst feierten, ist ihr Schaffen vor allem deshalb so bedeutend, weil sie sich so intensiv mit den künstlerischen Möglichkeiten des Figürlichen beschäftigte. „Was June Leafs Genialität ausmacht“, schrieb der Kritiker Barry Schwabsky einmal, „macht sie gleichzeitig auch zu einer Art Rückschritt oder Anomalie, zu einer Künstlerin, deren Werk durch das von Giacometti und Picasso auf den elementaren Impuls zurückblickt, Bilder zu machen.“

Die vielleicht bekanntesten Arbeiten von June Leaf sind ihre kinetischen Skulpturen, die sich in Bewegung setzen, sobald das Publikum sie aktiviert. Manchmal müssen die Betrachter den Einschaltknopf betätigen, manchmal bewegen sich die Figuren plötzlich von selbst. Wieder andere haben die Form von Schriftrollen, die mit einer Kurbel gedreht werden können. Gerade der performative, tänzerische Anteil ihrer Arbeiten war für June Leaf immer zentral. Als sie einmal nach ihrer Faszination für den menschlichen Körper gefragt wurde, erzählte Leaf von ihrer eigenen Erfahrungen als Tänzerin: „Ich sehe mich selbst als Tänzerin, die Kunst macht.“

Die 1929 in Chicago geborene Künstlerin studierte dort zunächst am New Bauhaus / Institute of Design, wo sie Kurse bei László Moholy-Nagy und Hugo Weber besuchte. 1948 reiste sie nach Paris und sog hier die Kunst der Moderne und des beginnenden Informel auf. Zehn Jahre später sollte sie ein Fulbright Stipendium dorthin zurückführen, bevor sie sich 1960 in New York niederließ. 1965 kreierte Leaf ihre erste Skulptur mit dem Titel „Vermeer Box“, eine dreidimensionale Nachbildung eines echten Vermeer-Gemäldes mit zahlreichen ungewöhnlichen Ergänzungen. „Ich konnte das nicht in der Malerei machen, also musste ich versuchen, eine andere Dimension zu nutzen“, erklärte Leaf gegenüber dem Magazin Hyperallergic. „Das ist der Grund, warum ich mit Materialien arbeite. Ich bin eine Malerin, die eine taktile Erfahrung mit der Welt machen musste. Ich musste einen Umweg gehen, um zu dem zu kommen, was ich bin – eine Malerin.“

June Leaf zog sich 1969 zusammen mit ihrem späteren Ehemann, dem amerikanisch-schweizerischen Fotografen Robert Frank, nach Mabou im kanadischen Nova Scotia zurück. Ihre Karriere kam eher langsam in Gang. Auch wenn sie es nie zu einem der großen Namen im amerikanischen Kunstkanon geschafft hat, sind Arbeiten von ihr doch in bedeutenden Sammlungen beheimatet, darunter im Smithsonian American Art Museum, dem Art Institute of Chicago, dem Museum of Contemporary Art Chicago, dem New Yorker Museum of Modern Art oder dem Minneapolis Institute of Art. 2004 wurde sie einem europäischen Publikum bekannt, als sie gemeinsam mit Richard Stankiewicz und Robert Lax im Kunstmuseum Basel ausgestellt wurde. 2016 widmete ihr das Whitney Museum of American Art in New York eine umfassende Retrospektive mit dem Titel „June Leaf. Thought Infinite“.


03.07.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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