Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Anzeige

Am Strand Liegende, 1923 / Erich Heckel

Am Strand Liegende, 1923 / Erich Heckel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Sommertag im Moor, um 1928 / Otto  Modersohn

Sommertag im Moor, um 1928 / Otto Modersohn
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Weide 47 / Ewald Mataré

Weide 47 / Ewald Mataré
© Galerie Weick


Anzeige

Garten mit Rittersporn, Rudbeckia, Mohn und Mergeriten / Klaus Fußmann

Garten mit Rittersporn, Rudbeckia, Mohn und Mergeriten / Klaus Fußmann
© Kunsthandel Hubertus Hoffschild


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Trauer um Irmin Kamp

Irmin Kamps „Onions“ zur Kieler Woche 1972

Irmin Kamp ist tot. Die Bildhauerin starb am 22. Juni nach längerer Krankheit mit 83 Jahren in Bonn. Das teilte die Kunstakademie Düsseldorf mit, die um ihre ehemalige Professorin und Rektorin trauert. Die Akademie werde ihr ein ehrendes Andenken bewahren, heißt es in der Mitteilung weiter. Als junge Künstlerin wurde Kamp im Jahr 1974 von Norbert Kricke zur Professorin für Bildhauerei an die Kunstakademie Düsseldorf berufen, wo sie zur Neustrukturierung der Hochschule nach dem umstrittenen Wirken von Joseph Beuys beitrug. In den folgenden Jahrzehnten besuchten rund 160 Schülerinnen und Schüler ihre Klasse, unter ihnen Christoph Büchel, Bogomir Ecker, Luka Fineisen, Manuel Franke, Klemens Golf, Gabriele Horndasch, Axel Lieber, Dirk Löbbert, Wilhelm Mundt, Michael van Ofen, Heike Pallanca, Norbert Radermacher Simon Schubert, Ralf Streuf und Birgit Werres. Nach dem Rücktritt Krickes im Jahr 1981 wurde Kamp als erste Frau Rektorin der Kunstakademie und leitete sie bis 1988. Als Professorin für Bildhauerei war sie bis 2008 in Düsseldorf tätig.

Irmin Kamp wurde 1940 in Delmenhorst geboren, absolvierte zunächst einen Lehre als Schaufenstergestalterin und studierte Anfang der 1960er Jahre an der Staatlichen Kunstschule Bremen, der heutigen Hochschule für Künste Bremen, bei Karl Fred Dahmen, Winfred Gaul und Johannes Schreiter. Mit einem Stipendium des British Council ging sie dann an die St. Martin’s School of Art nach London, wo sie stark von ihrem Lehrer Anthony Caro geprägt wurde. Mit diesem Rüstzeug entwickelte Kamp eine eigene künstlerische Sprache, die sich an Formen der Natur orientierte, sie abstrahierte und zu organisch-geometrischen Gebilden transformierte. Ihre Werke wie „Black Mushrooms“, „Trees“ oder ihre „Zwiebeltürme“, die Kamp 1972 bei der Kieler Woche präsentierte, verfremden das naturnahe Abbild durch eine intensive, oftmals poppige Farbigkeit und Monumentalität. Dieser Eindruck wird zudem durch das verwendete Kunststoffmaterial noch verstärkt. Wie bei Caro stehen Kamps Skulpturen direkt auf dem Boden und zeichnen sich durch ein Moment der Schwerelosigkeit aus.

Während ihrer Lehrtätigkeit entstanden regelmäßig öffentliche Ausstellungen ihrer Klasse, wobei die Schau „Klasse Kamp 1974 bis 2006“ in der Kunsthalle Düsseldorf zum Abschied ihrer Lehrtätigkeit von 33 ehemaligen Schüler*innen gestaltet wurde. War das Schaffen Irmin Kamps in den 1960er und 1970er in Deutschland präsent, etwa in dem zweijährigen, vom Land Nordrhein-Westfalen finanzierten Forschungsprojekt „Gezielte Umgebungsbeeinflussung mit künstlerischen Mitteln“, wurde es danach um die Bildhauerin recht still. Erst als das „Seewerk“ in Moers 2007 auf sie aufmerksam wurde und ihre Werke, die in einer Scheune am Niederrhein eingelagert und teils zerstört waren, wieder herrichten ließ und in seinem Skulpturenpark präsentierte, rückte Kamp wieder etwas ins öffentliche Bewusstsein, jedenfalls am Niederrhein. Seit 2010 war sie Ehrenmitglied der Kunstakademie Düsseldorf.


01.07.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Lisa Steeb

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Bei:


Kunstakademie Düsseldorf

Kunstsparte:


Skulptur

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

Irmin Kamps „Onions“ zur Kieler Woche 1972
Irmin Kamps „Onions“ zur Kieler Woche 1972

Künstler:

Irmin Kamp








News vom 12.07.2024

Die Schirn widmet sich der Casablanca Art School

Die Schirn widmet sich der Casablanca Art School

Wertvolle Schenkung für Wiener Leopold Museum

Wertvolle Schenkung für Wiener Leopold Museum

Trauer um Thomas Hoepker

Trauer um Thomas Hoepker

News vom 11.07.2024

Münchner Stipendium für Carolina Camilla Kreusch

Münchner Stipendium für Carolina Camilla Kreusch

Hartwig Fischer übernimmt Direktorenposten in Riad

Hartwig Fischer übernimmt Direktorenposten in Riad

Hamburger Bahnhof und Bundeskunstsammlung kooperieren

Hamburger Bahnhof und Bundeskunstsammlung kooperieren

Selma Selman in der Frankfurter Schirn

Selma Selman in der Frankfurter Schirn

News vom 10.07.2024

Zürich spricht sich für weitere Untersuchung der Bührle-Sammlung aus

Zürich spricht sich für weitere Untersuchung der Bührle-Sammlung aus

Ugo Rondinone in Luzern

Ugo Rondinone in Luzern

Skizzenbuch von Caspar David Friedrich bleibt in Deutschland

Skizzenbuch von Caspar David Friedrich bleibt in Deutschland

Anette Hüsch und Antje Scherner neue Direktorinnen in Berlin

Anette Hüsch und Antje Scherner neue Direktorinnen in Berlin

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Kunsthandel Hubertus Hoffschild - Friedel Anderson, Fanö III

Friedel Anderson 'Bis jetzt'
Kunsthandel Hubertus Hoffschild





Copyright © '99-'2024
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce