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Konstanz erforscht Ignaz Heinrich von Wessenberg

Bernardino Luini, Die Heilige Cäcilie mit zwei Engeln

Schon der Ausstellungstitel „Kirchenfürst, Politiker, Sammler, Dichter. Ignaz Heinrich von Wessenberg 1774-1860“ zeigt, dass es sich bei dem Urahn der Konstanzer Wessenberg-Galerie um eine umtriebige Persönlichkeit gehandelt haben muss. Geradezu paradigmatisch steht der charismatische Fürst für das seinerzeit enge Ineinandergreifen von Kunst, Religion und Politik. Mit der genauen Erkundung der Person begibt sich das städtische Kunstmuseum in Konstanz nun auf die Spuren des Mannes, dem es seinen Namen verdankt und in dessen gegenüber dem Münster gelegenen Wohn- und Sterbehaus es sein Domizil hat. Zugleich verabschiedet sich mit der Ausstellung die Kuratorin der Schau und langjährige Direktorin Barbara Stark in den Ruhestand.

Der aus einer schwäbischen Adelsfamilie stammende Ignaz Heinrich von Wessenberg wurde 1774 in Dresden geboren und starb 1860 in Konstanz. Nach dem Theologiestudium in Augsburg, Dillingen, Würzburg und Wien wurde er 1802 von Fürstbischof Karl Theodor von Dalberg zum Generalvikar des Bistums Konstanz ernannt, empfing die Priesterweihe allerdings erst im Jahr 1812. Wessenbergs Wirken fiel in eine Epoche grundlegender Veränderungen und Umbrüche. Er trat in vielen Bereichen als treibende Kraft für tiefgreifende Reformen im Sinne der aufgeklärten Theologie auf, was in führenden Kirchenkreisen auf Ablehnung stieß. Heute hat sein vielfältiger Einsatz für einen an der guten Schöpfung orientierten Glauben ebenso Vorbildcharakter wie sein Eintreten gegen den päpstlichen und kurialen Zentralismus. Zudem war Wessenberg wegweisend auf sozialem Gebiet zu einer Zeit beginnender Industrialisierung. All diese Aspekte versucht die Ausstellung zu würdigen, speziell die von ihm angestoßenen Neuerungen im damals flächenmäßig größten deutschen Bistum, das dank seiner Person als aufgeklärt und liberal galt. Barbara Stark thematisiert auch seine vielen Freundschaften, Kontakte zu Künstlern, zahlreichen Reisen und das umfangreiche literarische Schaffen.

Nach dem Tod des Konstanzer Bischofs Karl Theodor von Dalberg wählte das Domkapitel im Jahr 1817 Ignaz Heinrich von Wessenberg als Nachfolger. Papst Pius VII. erkannte aber die Wahl nicht an und erklärte mit der Bulle „Provida solersque“ vom 16. August 1821 das Bistum Konstanz nach über 1200 Jahren seiner Existenz für aufgelöst. Diese überstürzte Zerschlagung der Diözese geschah wohl auch deswegen, um Wessenberg loszuwerden. Der christliche Spätaufklärer, für den „weltlicher Glanz nie einen Reiz hatte“ und der nur den Wunsch hatte, „etwas Rein-Gutes zu wirken“, hinterließ der Stadt Konstanz, die ihn 1832 zum Ehrenbürger ernannt hatte, eine fulminante Bibliothek mit 20.000 Bänden sowie eine Kunstsammlung. Sie umfasste rund 100 Gemälde und Zeichnungen sowie mehr als 600 Kupferstiche und Lithografien. Ihnen verdankt die städtische Wessenberg-Galerie ihre Existenz.

Die Ausstellung „Kirchenfürst, Politiker, Sammler, Dichter. Ignaz Heinrich von Wessenberg 1774-1860“ läuft bis zum 1. September. Die Wessenberg-Galerie hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, samstags, sonn- und feiertags bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Zur Ausstellung ist eine Publikation erschienen, die Beiträge der Wessenberg-Tagung vom Oktober 2023 enthält und im Museum 15 Euro kostet.

Städtische Wessenberg-Galerie
Wessenbergstraße 43
D-78462 Konstanz
Telefon: +49 (0)7531 – 900 2921


07.05.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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