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Bröhan-Museum liest Hans Baluschek neu

Hans Baluschek, Der Rummelplatz, 1914

In seiner aktuellen Schau „Geheimcodes“ widmet sich das Berliner Bröhan-Museum der Malerei von Hans Baluschek. Der Berliner Künstler, 1870 in Breslau geboren und 1935 in Berlin verstorben, wurde bisher in Retrospektiven sozialkritisch verstanden und habe das Leben der Berliner Arbeiter wahrheitsgemäß abgebildet. Die Kuratoren Tobias Hoffmann und Fabian Reifferscheidt wollen in der Ausstellung deutlich machen, dass die Werke des Malers „viel hintergründiger sind und voller Anspielungen stecken“. So verweisen die Gemälde durch Andeutungen auf vielfältige Konzepte des frühen 20. Jahrhunderts, seien es Bezüge zum Hexenkult, Spiritismus, okkulten Gedanken und zur Zahlenmystik. Es geht um diese „Wirklichkeit hinter der scheinbaren Wirklichkeit“ in der gegenständlichen Kunst von Baluschek, die von einer eigenwilligen Konstruiertheit geprägt ist. Zu sehen sind etwa 60 Exponate, die Hoffmann und Reiffenscheidt neu zu lesen versuchen.

Hans Baluschek, der sich selbst in einem fiktiven Dialog mit einem Kunstkritiker als Realist und Phantast bezeichnete, entwickelte seine Malerei parallel zu den Kunstströmungen vom Impressionismus über den Expressionismus im Kaiserreich bis zur Neuen Sachlichkeit in der Weimarer Republik. 1890 nahm Baluschek sein Studium an der Königlichen Akademie der bildenden Künste in Berlin auf und sollte eines der ersten Mitglieder der Berliner Secession werden. Seit 1920 war er ein aktives Mitglied der SPD. Der Künstler arbeitete als Schriftsteller, Maler und Grafiker und illustrierte Bücher, darunter auch Gerdt von Bassewitz’ Kinderbuch „Peterchens Mondfahrt“. Hoffmann und Reiferscheidt schreiben, dass der Maler durch mehr oder weniger eindeutige Zitate und Verweise den Betrachter auf neue Fährten lockt, ihn dazu animiert, sich selbst und die Wirklichkeit zu hinterfragen. Eine gänzliche Entschlüsselung der Bilder ist jedoch nur selten möglich.

Baluschek habe wie kaum ein anderer Künstler den Geist der Zeit, die sozialen Spannungen der Wilhelminischen Ära, erfasst, so die Kuratoren. Anders als es der vorherrschende akademischen Kanon forderte, malte der Breslauer die wachsende Industriestadt Berlin, Fabrikarbeiter, Arbeitslose und soziale Außenseiter. Die Modernität von Baluscheks Gemälden sei dabei nicht nur in den Themen zu suchen, wie es etwa das 1910 geschaffene „Eisenwalzwerk“ mit gefährlich glühendem Ofen illustriert. Auch seine Bildanalge war neuartig. So setzte er schon früh radikale Anschnitte ein, die Figuren erscheinen immer wieder vom Bildrand begrenzt. In der „Heimkehr“ von 1899 betreten die beiden Personen, vor allem die Frau mit dem leuchtend blauen Blumenstrauß, das Bild gerade erst, wie ein Schauspieler die Bühne, und geht den dunklen Pfad entlang. Eine märchenhafte Zauberwelt aus Licht, kindlicher Freude und Farbspektakel bei nächtlicher Stadtumgebung findet sich auf dem Gemälde „Der Rummelplatz“ von 1914. Doch auch hier stellt Baluschek dem Großbürgertum das Proletariat in dem schon rauchenden Jungen im Vordergrund gegenüber.

Die Ausstellung „Geheimcodes. Hans Baluscheks Malerei neu lesen!“ läuft bis zum 1. September. Das Bröhan-Museum hat dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet; das Haus bleibt am Pfingstmontag geschlossen. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Der begleitende Katalog kostet 13 Euro.

Bröhan-Museum
Schlossstraße 1a
D-14059 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 326 906 00


07.05.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


01.05.2024, Geheimcodes. Hans Baluscheks Malerei neu lesen!

Bei:


Bröhan-Museum

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Neue Sachlichkeit

Stilrichtung:


Moderne Kunst

Stilrichtung:


Verismus

Variabilder:

Hans Baluschek, Hier können Familien Kaffee kochen, 1895
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Variabilder:

Hans Baluschek in seinem Atelier vor Zeichnungen, 1904/05
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