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Joana Vasconcelos betört Schleswig

Joana Vasconcelos, Finisterra, 2018

Joana Vasconcelos’ Ausstellungen haben immer etwas Spektakuläres. Nach dem Guggenheim Museum in Bilbao, den Schlossräumen von Versailles oder den Uffizien in Florenz will die Portugiesin nun auch in Schleswig das Publikum in ihren Bann ziehen und hat ihre sinnlichen Werke in Schloss Gottorf theatral teils neben der Alten Kunst in Szene gesetzt; so schwebt ihre fisch- und raumschiffartige „Valkyrie Thyra“ beispielsweise in der frühbarocken Schlosskapelle über den Köpfen der Gottesdienstbesucher. Insgesamt sind zehn raumgreifende Installationen, darunter die anderen Walküren „Marina Rinaldi“, „Martha“ und „Dior“, auf der Schleswiger Museumsinsel zu sehen, womit die Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen Joana Vasconcelos die bislang umfangreichste Ausstellung in Deutschland widmen. Außerdem zeigt das Eisenkunstguss Museum in Büdelsdorf ihre überdimensionierte Teekanne „Ostfriesland“, eine durchbrochen gearbeitete Konstruktion aus Schmiedeeisen, die durch ihre Widersprüchlichkeit besticht.

Joana Vasconcelos, die 1971 in Paris zur Welt kam und mit ihren Eltern nach der Nelkenrevolution von 1974 aus dem französischen Exil nach Portugal zurückkehrte, versteht sich als künstlerische Botschafterin ihres Landes. In ihrem Schaffen greift sie traditionelle Handwerks- und Handarbeitstechniken ihrer Heimat auf, die sie in neue Kontexte überführt, umdeutet und in die Welt hinausträgt. Zugleich hinterfragt Vasconcelos damit stereotype Vorstellungen von vermeintlicher Frauenkunst und unternimmt Exkurse in die portugiesische Architektur-, Stil- und Kolonialgeschichte. So nutzt sie in ihrem Werk immer wieder bemalte und glasierte Keramikfliesen, sogenannte „Azulejos“, die auf das kulturelle Erbe der maurischen Zeit auf der Iberischen Halbinsel verweisen. Auch die Verwendung von althergebrachten Handarbeitstechniken wie Nähen, Stricken, Sticken, Häkeln und Spitzenklöppelei sowie ein ausgeprägter Sinn für ornamentalen Überschwang sind charakteristisch für viele ihrer Arbeiten.

Von entscheidender Bedeutung für Vasconcelos ist dabei der Terminus „Barock“. Abgeleitet von dem portugiesischen Wort „barroco“, bezieht sich dieser Epochenbegriff ursprünglich auf ungleichmäßig geformte, schiefe oder schiefrunde Perlen. Über jüdische Juweliere wurde das Wort im 16. Jahrhundert in der Welt verbreitet und entwickelte sich in Europa zu einer Bezeichnung für alles Besondere, Exzentrische oder auch Bizarre. So sind ihre „Walküren“ bunte, schwebende, merkwürdige und selbstbewusste Wesen aus Stoffen, Spitzen, Stickereien, Wolle, Pailletten, Perlen, Federn und LEDs, die als pneumatische textile Installationen ihre Tentakel in alle Richtungen ausstrecken und die Räume mit sanfter Macht einnehmen und besetzen. Im Gegensatz zu ihren unbarmherzigen Namensgeberinnen aus der skandinavischen Mythologie sind Vasconcelos’ leuchtende Walküren aber friedlich und beschützend und von starken Frauen inspiriert, etwa der Philosophin und Feministin Simone de Beauvoir, der Schneiderin Marina Rinaldi oder der Widerstandskämpferin und Rosenzüchterin Catherine Dior, die von weiblicher Selbstermächtigung zeugen.

Die Ausstellung „Joana Vasconcelos – Le Château des Valkyries“ ist bis zum 3. November zu sehen. Schloss Gottorf hat dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und am Wochenende bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 12 Euro, ermäßigt 10 Euro, für Kinder und Jugendliche ab sieben Jahren 4 Euro.

Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen – Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf
Schlossinsel 1
D-24837 Schleswig
Telefon: +49 (0) 4621 – 813 222


03.05.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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01.05.2024, Joana Vasconcelos - Le Château des Valkyries

Veranstaltung vom:


01.05.2024, Joana Vasconcelos - Le Château des Valkyries

Bei:


Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf

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Joana Vasconcelos, Ostfriesland, 2017
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