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Der Ort Jabbeke bei Brügge feiert die Wiedereröffnung des Permekemuseums

Ruhe bei den vier Winden



Das Permekemuseum im flandrischen Jabbeke ist wieder für Besucher geöffnet

Das Permekemuseum im flandrischen Jabbeke ist wieder für Besucher geöffnet

Schon vor hundert Jahren zog es Künstlerinnen und Künstler der Ruhe und Erholung wegen aufs Land. Auch dem in Ostende ansässigen Maler, Bildhauer und Zeichner Constant Permeke wurde es in dem Badeort zu umtriebig. Im ländlich ruhigen Gebiet um Jabbeke erwarb der flämische Expressionist im Jahr 1928 ein großes, von Weiden und Feldern umgebenes Baugrundstück. Vor fast 100 Jahren, Ende 1929, konnte er sein neues, „Die vier Winde“ bezeichnetes Domizil beziehen, welches er aufgrund der perfekten Ausrichtung auf die vier Himmelsrichtungen so nannte. Noch in seinem Todesjahr 1952 öffnete die Familie das Atelierhaus für Besucher*innen. Heute besteht es als „monografische Zweigstelle“ des Kunstmuseums Mu.ZEE in Ostende. Anfang April wurde das Haus nun nach umfangreicher energetischer Aufrüstung, verbesserter Barrierefreiheit und Neugestaltung des großen Gartens wieder eröffnet. Der flämischen Regierung als Trägerin war das Vorhaben 1,1 Millionen Euro wert.


Die Pläne des für seine Zeit äußerst modern anmutenden Gebäudes entwickelte der Künstler kongenial mit dem befreundeten Architekten Pierre Vandervoort. Der backsteinverkleidete, großzügig durchfensterte, sachliche Flachdachkubus fiel damals in der ländlich geprägten Gegend aus dem Rahmen und weckte viel Kritik. Die großzügig angelegten Räume kommen jedoch heute einer musealen Nutzung sehr entgegen. Um das rechteckig zugeschnittene Treppenhaus im Zentrum gruppieren sich im Hochparterre die ehemaligen Wohnräume. Heute werden hier exemplarisch Werke Permekes, Dokumente zum Hausbau und Fotografien aus dem Leben des Künstlers gezeigt. Eine Treppe führt ins ehemalige, heute als pädagogischer Werkraum genutzte Zeichenatelier im Souterrain, über dem im Obergeschoss das große Maleratelier zu besichtigen ist. Ausgewählte Gemälde aus den frühen Schaffensjahren bis hin zum letzten unvollendeten Bild vermitteln neben Malutensilien und einigen Möbeln einen authentischen Eindruck vom Werkschaffen. In einem separaten Gebäude befand sich das Bildhaueratelier. Heute sind hier 30 bedeutende Werke als allen Schaffensphasen zu bewundern.

Constant Permeke gilt als einer der wichtigsten Vertreter des flämischen Expressionismus. Der 1886 in Antwerpen geborene und 1952 in Ostende verstorbene Künstler fand seine malerischen Schwerpunkte in der Darstellung der Nordsee mit den hier lebenden Fischern und Bauern und ihre Verbundenheit mit der Natur. Düstere, erdige Farben in dickem Auftrag zeichnen seine Gemälde aus. Um die Bronze der „Niobe“ spannt sich im ehemaligen Bildhaueratelier ein Reigen seiner Kunst, der mit frühen Gemälden in recht aufgehellter Farbgebung einsetzt und sich über die in zunehmend dunklem Kolorit gehaltenen Werken aus den 1920er und 1930er Jahren bis hin zu Arbeiten aus den ausgehenden 1940er Jahren fortzieht, in denen sich die Farbgebung erneut stark aufhellt. Im Garten, der anhand von Archivfotos rekonstruiert, aber entsprechend der radikal ökologischen Einstellung des Künstlers auch zeitgemäß gestaltet wurde, sind drei Skulpturen zu sehen, darunter eine weitere Variante der „Niobe“ und die liegende, für die Grabstätte seiner Frau gedachte Grabplatte.

Da renovierungsbedingt das Mu.ZEE in Ostende bald für längere Zeit schließen wird, bietet sich das Domizil Permekes für korrespondierende Ausstellungen an. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass ab Jahresmitte das Wohnhaus des Malers Luc Peire in Knokke als weitere monografische Zweigstelle dem Museum angegliedert wird. Im Fahrwasser von Constant Permeke zeichnet sich dessen frühes Werkschaffen durch eine persönliche Form der Stilisierung und Reduktion des menschlichen Körpers aus und bildet somit eine hervorragende Ergänzung.

Das Permekemuseum ist täglich von 10 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro, für junge Leute unter 25 Jahren 3 Euro. Der Katalog zum Haus und zur Ausstellung kostet 39,95 Euro.

Kontakt:

Permekemuseum

Gistelsteenweg 341

BE-8490 Jabbeke

Telefon:+32 (059) 50 81 18

E-Mail: info@permekemuseum.be

Startseite: www.permekemuseum.be



10.04.2024

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Constant Permeke, Strand Devonshire, 1917
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Constant Permeke, Niobe, 1946/51

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im Permekemuseum in Jabbeke

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Das Permekemuseum in Jabbeke

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im Permekemuseum in Jabbeke

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Constant Permeke, Strand Devonshire, 1917

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Constant Permeke, Blaues Meer, 1947

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im Permekemuseum in Jabbeke

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Das Permekemuseum in Jabbeke

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