Luz Olivares Capelle erhält Salzburger Förderpreis  |  | Der Förderpreis des Landes Salzburg und des Salzburger Kunstvereins 2023 geht an Luz Olivares Capelle | |
Luz Olivares Capelle ist die diesjährige Förderpreisträgerin des Landes Salzburg und des Salzburger Kunstvereins. Die gebürtige Argentinierin, Jahrgang 1983, überzeugte die dreiköpfige Jury, konnte sich mit ihren Arbeiten gegen 113 Mitbewerber*innen durchsetzen und erhält nun ein Preisgeld von 3.000 Euro. Ihr Œuvre, das sich zwischen Text, Bild, und Film bewegt, spiele auf spielerische Weise mit dem sinnlichen Zugang zu Sprache und deren verschiedenen Ebenen, so das Preisgremium. Ihre Arbeiten seien umfangreich und erweckten den Anschein, sowohl ästhetisch als auch inhaltlich ausgewogen zu sein. Doch die Jury stellte an ihnen „gerade das Fehlerhafte, das Unzusammenhängende und das Nichtvorhandene“ heraus.
In der Begründung heißt es weiter: „In ihren Arbeiten gelingt es Luz Olivares Capelle, durch verschiedenste Medien zu navigieren und dabei das Gewohnte und Bekannte so in Frage zu stellen, dass Identität und kulturelle Zuschreibungen neu gedacht werden müssen. Die sinnlichen und semantischen Abgründe, die sich in der haptischen Darstellung zwischen dem ‚Alten‘ und ‚Neuen‘ auftun, öffnen mutig neue Bedeutungsebenen. Diese lassen den/die Betrachter*in tief blicken und spüren und werfen ein unheimliches, aber humorvolles Licht auf Kommunikation und Kontext.“
Luz Olivares Capelle stammt aus Rufino in der argentinischen Provinz Santa Fe. Heute lebt und arbeitet sie in Wien. Olivares Capelle hat an der E.N.E.R.C (National School of Film Experimentation and Production) in Buenos Aires, an der Filmakademie Wien bei Michael Haneke und an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Gunter Damisch und Veronika Dirnhofer in der Klasse für Grafik und druckgrafische Techniken studiert. In Form filmischer Fiktionen und Essays, Grafiken und Installationen entwirft sie unterschiedliche persönliche Narrative und Mythologien, die hegemoniale Erzählweisen entlarven und hinterfragen. Um einen differenzierteren Umgang mit Schauspieler*innen und Laiendarsteller*innen zu erlangen, hat sie eine Regiehospitanz bei Andreas Kriegenburg am Wiener Burgtheater absolviert. Ihre Arbeiten waren bisher unter anderem im Nordico Stadtmuseum in Linz, im NÖ Dokumentationszentrum für moderne Kunst in St. Pölten oder im Salon für Kunstbuch in Wien zu sehen. Mit ihren Filmen war Olivares Capelle etwa bei der Viennale, dem Internationalen Film Festival Rotterdam oder dem Karlovy Vary International Film Festival in Karlsbad vertreten. |