Umfangreiche Kunstsammlung für Linz  |  | Erwin Hauser überlässt seine umfangreiche Kunstsammlung dem Lentos Kunstmuseum Linz | |
Die Stadt Linz erhält ein frühes Weihnachtsgeschenk: Der Linzer Unternehmer Erwin Hauser überlässt dem dortigen Lentos Kunstmuseum seine umfangreiche Kunstsammlung. Damit kommen rund 2.900 Werke von 700 Künstlerinnen und Künstlern ans Haus. Ihr Wert wird mit 16,5 Millionen Euro beziffert. Es sei die größte Erweiterung der Bestände seit 1953, als die Stadt Linz die Sammlung Wolfgang Gurlitt angekauft und damit den Grundstock zum Museum gelegt hat, teilte die Stadt Linz mit. Mit der Sammlung Erwin Hauser, die zu Lebzeiten des Sammlers als Dauerleihgabe dem Museum zur Verfügung gestellt und dann der Stadt Linz geschenkt wird, kann das Lentos nun ein umfassendes Bild der österreichischen Kunstentwicklung vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart zeichnen.
Die großzügige Schenkung sei ein Meilenstein für die kulturelle Entwicklung unserer Stadt, betonte Bürgermeister Klaus Luger. „Diese bedeutende Erweiterung der Lentos Kunstsammlung stärkt Linz als Kulturstandort und ermöglicht Bürger*innen sowie Gästen einen einzigartigen Zugang zu Werken bedeutender Künstler*innen.“ Hemma Schmutz, Direktorin des Lentos, versteht die Sammlung Hauser als Geschenk für die Zukunft des Lentos. „Die Vielfalt und Qualität dieser Werke ermöglichen uns, in unseren Ausstellungen neue narrative Verbindungen zu schaffen und zeitgenössische Diskurse zu fördern. Wir sehen es als unsere Verantwortung, diese Schätze zu bewahren und erlebbar zu machen. Diese Sammlung eröffnet ein breites Spektrum an künstlerischen Ausdrucksformen und ist ein Vermächtnis, das Generationen inspirieren wird“, so Schmutz weiter.
Der 1941 geborene Erwin Hauser, der Maschinenbau studierte und an der Hochschule für Welthandel in Wien promoviert wurde, hat sein Geld mit Metallkühlmöbel für den Lebensmittelhandel gemacht und sein Unternehmen erfolgreich am europäischen Markt platziert. Das Sammeln von Bildern nennt er eine Sucht, von der ich nicht mehr losgekommen sei. „Ich habe meine Sammlung seit meiner Studentenzeit mit viel Liebe zur österreichischen Kunstgeschichte zusammengetragen“, so Hauser und sieht sein Erbe im Lentos Kunstmuseum bestmöglich aufgehoben. Dort werden nun Gemälde, Skulpturen und Papierarbeiten von Siegfried Anzinger, Tina Blau, Herbert Brandl, Günter Brus, Waltraut Cooper, Inge Dick, Ernst Fuchs, Helene Funke, Helmuth Gsöllpointner, Xenia Hausner, Manfred Hebenstreit, Alfred Hrdlicka, Friedensreich Hundertwasser, Anna Jermolaewa, Martha Jungwirth, Anton Kolig, Brigitte Kowanz, Elke Krystufek, Alfred Kubin, Carl Moll, Alois Mosbacher, Otto Mühl, Arnulf Rainer, Johann Baptist Reiter, Gerwald Rockenschaub, Eva Schlegel, Deborah Sengl, Hans Staudacher, Franz West, Otto Zitko oder Heimo Zobernig beheimatet sein. |