Documenta distanziert sich von Ruangrupa  |  | Documenta-Andreas Hoffmann kritisiert die propalästinensischen Sympathiebekundungen von Reza Afisiana und Iswanto Hartono | |
Die Leitung der Documenta distanziert sich von Mitgliedern des Künstlerkollektivs Ruangrupa, das die letzte Ausgabe der Kassler Weltkunstausstellung kuratiert hat. Zwei Mitglieder von Ruangrupa hatten zuvor auf Instagram ihren Zuspruch für eine hamasfreundliche Gruppe in Berlin öffentlich gemacht. Der Documenta-Geschäftsführer Andreas Hoffmann hat Reza Afisina und Iswanto Hartono nun für ihr Verhalten scharf kritisiert. Ihre Unterstützung für die Hamas sei unerträglich und inakzeptabel. „Die terroristischen Ereignisse und die Reaktionen darauf ereignen sich zu einer Zeit, in der die Documenta und Museum Fridericianum gGmbH mit Blick auf die antisemitischen Verfehlungen des letzten Sommers aktiv bemüht ist, Vertrauen von Jüd*innen und der allgemeinen Öffentlichkeit zurückzugewinnen“, so Hoffmann weiter.
Nach dem terroristischen Überfall der Hamas auf Israel kam es in Berlin am Samstagsabend zu propalästinensischen Demonstrationen. Auf dem BDS-nahen und propalästinensischen Instagram-Account „Real Documenta“ wurden Videos von der Kundgebung gezeigt. Zwei davon kamen laut Tagesspeigel offenbar von Reza Afisina und Iswanto Hartono. Die zwei Kuratoren haben außerdem weitere Videos unter den Titeln „Berlin up for Palestine“, „viva Palästina“ sowie „Palestine will be free“ geliked, die skandierende Menschen zeigen und in denen auf deutschen Straßen unter anderem Süßigkeiten verteilt wurden, um den Angriff der Hamas zu feiern. Die Likes wurden inzwischen gelöscht und von den beiden Indonesiern als Fehler bezeichnet. Die Documenta Fifteen, die Ruangrupa 2022 kuratiert hatte, war wegen mehrerer antisemitischer Vorfälle über Monate hinweg heftig kritisiert worden. |