Holmead-Schenkung für Bremen Die Kunsthalle Bremen erhält anlässlich ihres 200. Geburtstags eine umfangreiche Schenkung. Der 90jährige Sammler Alfred Moeke aus Delmenhorst überlässt dem Haus 34 Werke des US-amerikanischen Malers Holmead, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Clifford Holmead Phillips hieß. Daher präsentiert das Museum aktuell eine Auswahl von Gemälden und Zeichnungen aus Holmeads eindrucksvollem Spätwerk der 1960er und 1970er Jahre. Für den 1889 geborenen Maler wurde Europa zur zweiten Heimat. Bremen spielt dabei eine besondere Rolle, wie das Kuratoren-Duo Christoph Grunenberg und Friederike Quander zeigen will. Nach Holmeads Tod 1975 in Brüssel überführte ihn seine Frau Elisabeth in ihre Heimatstadt Bremen, um ihn auf dem Riensberger Friedhof beisetzen zu lassen.
Den Kern der Schenkung aus 14 Gemälden und 20 Arbeiten auf Papier bilden Holmeads Portraits. Sie sind „von einer gewissen Strenge gegen die Menschen“, so zumindest lautet das Urteil der mit ihm befreundeten Künstlerin Suzanne Thienpont. Gleichzeitig vermitteln die Bildnisse, dass Holmead mit einem gewissen Witz auf seine Mitmenschen blickte. Es sind wahre Charakterstudien, die stets den Eindruck hinterlassen, eigenwilligen Persönlichkeiten gegenüberzustehen. Seine mit wenigen, stakkatohaften Linien oder pastosen Pinselstrichen ausgeführten Werke bestechen durch ihre malerische Intensität. Ergänzt wird die Präsentation durch eine Auswahl dramatischer Landschaften und Stadtansichten.
Die Ausstellung „Holmead. Schenkung Alfred Moeke“ ist bis zum 3. Dezember zu sehen. Die Kunsthalle Bremen hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr sowie dienstags bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Mitglieder des Kunstvereins Bremen erhalten freien Eintritt.
Kunsthalle Bremen
Am Wall 207
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