Kunsthaus Zürich mit Rekordbesuchen  |  | Das Kunsthaus Zürich freut sich über regen Publikumszuspruch | |
Das Kunsthaus Zürich verzeichnete im Jahr 2022 so viele Besuche wie noch nie. Über eine halbe Million Menschen hat im vergangenen Jahr das Schweizer Museum besucht, ein Plus von stolzen 20 Prozent gegenüber dem von Corona geprägtem Vorjahr. Außerdem kann die Züricher Kunstgesellschaft, der Trägerverein des Kunsthauses Zürich, zum Jahresende 2022 knapp 25.800 Mitgliedschaften bilanzieren. Damit sieht sich die Kunstgesellschaft als größter Kunstverein im deutschsprachigen Raum. Philipp M. Hildebrand, der Präsident der Kunstgesellschaft, zeigte sich hocherfreut über die Entwicklung des Hauses. Auf der Generalversammlung des Vereins konnte Hildebrand außerdem neu gewählte Vorstandsmitglieder vorstellen. So wurde der ehemalige Schweizer Botschafter Uli Sigg, selbst ein passionierter Kunstsammler und Mitglied des International Council of the Museum of Modern Art in New York, in den Vorstand gewählt.
Die Stadt Zürich hat die preisgekrönte Künstlerin Latefa Wiersch als neue Vertretung der Künstlerschaft in den Vorstand delegiert. Sie folgt auf den Ende Mai 2022 zurückgetretenen Künstler und Dozenten Daniel Hauser. Die in Zürich lebende Latefa Wiersch hat Kunst an der Universität der Künste Berlin und an der Hochschule der Künste Bern studiert. Mit Blick auf den laufenden Museumsbetrieb musste der Verein konstatieren, dass für 2022 das Betriebsergebnis negativ ausfiel. Die Verluste in Höhe von 1,4 Millionen Franken übertreffen das coronabedingt ebenfalls negativ ausgefallene Vorjahrsergebnis um rund eine Million. Grund für die roten Zahlen waren insbesondere die außerordentlichen Belastungen infolge des Museumsbrandes im August. Darüber hinaus schlugen Einnahmeausfälle während der notwendigen Teilschließung der Sammlung und des Museumsshops zu Buche. Positiver wurde die Meldung aufgenommen, das mit dem Rücktritt von Lukas Gloor, der in seiner früheren Funktion als Direktor der Sammlung Emil Georg Bührle in den Vorstand gewählt worden war, die personelle Verflechtung mit der Stiftung Sammlung E. G. Bührle aufgelöst ist und eine unabhängige Provenienzforschung von Seiten des Museums nun in Angriff genommen werden kann. |