Bank Austria Kunstpreis für Daniel Leiter  |  | Daniel Leiter hat den Bank Austria Kunstpreis Kärnten erhalten | |
Daniel Leiter hat den diesjährigen Bank Austria Kunstpreis Kärnten gewonnen. Mit seiner multimedialen Umsetzung zum Thema „Auf*Bäumen“ hat er die siebenköpfige Jury überzeugt und konnte sich gegen seine fünf Mitbewerberinnen durchsetzen. Der 1999 in Thurn in Osttirol geborene und aktuell in Wien lebende Künstler, der an der dortigen Akademie der Bildenden Künste bei Veronika Dirnhofer Malerei studiert hat, darf sich nun über 5.000 Euro freuen. Zudem ist seine Preisträgerarbeit „how to change roles (on top of a tree)“ mit den Werken der anderen Finalistinnen Rosa Andraschek, Stella Antares, Sophie Esslinger, Tina Hainschwang und Priska Kubelka bis zum 19. Juni im Künstlerhaus Klagenfurt zu sehen.
Lisa Ortner-Kreil, Kuratorin am Bank Austria Kunstforum in Wien, fasst die Entscheidung der Jury zusammen: „Das diesjährige Thema ‚ Auf*Bäumen‘ hat Daniel Leiter beeindruckend und in verschiedenen Medien gleichzeitig umgesetzt. Drei meterhohe, mit schwarz-weißen Mustern überzogene Stofftunnel bauen sich hinter einem Videoscreen auf. Sie erinnern an tragbare Umkleidekabinen oder Ganzkörperkostüme. Leiters Themen sind Körperwahrnehmung, Badekultur, eigener und fremder Blick, geschlechtsspezifische Zuschreibungen und deren Auflösung. Skulptur, Malerei, Video, Performance und Partizipation vereinen sich in ‚how to change roles (on top of a tree)‘ zu einer dichten, konzeptionellen Arbeit, die noch dazu mit Gegenwartsbezug aufwartet: Abstand halten, bedeutet das Schutz oder Gefängnis?“
Bereits zum 20. Mal hat die UniCredit Bank Austria in Zusammenarbeit mit der Galerie3 von Lena Freimüller in Klagenfurt den Bank Austria Kunstpreis Kärnten ausgelobt. Der Förderpreis richtet sich an junge Kunstschaffende aus der Region. Für den Kunstpreis werden nach einer ersten Selektion durch die Galerie3 jedes Jahr sechs Künstlerinnen und Künstler eingeladen, Arbeiten zu einem vorgegebenen Thema zu gestalten. Der zweite Platz ging in diesem Jahr an Rosa Andraschek. Sie überzeugte die Jury mit der Arbeit „memory“, einer Kombination aus Frottage-Arbeiten und einer Dia-Slideshow, die um das Thema Nicht/Erinnern der nationalsozialistischen Vergangenheit kreist. |