Belgischer Symbolismus in Berlin  |  | Jean Delville, Porträt von Madame Stuart Merill / ysteriosa | |
Die Alte Nationalgalerie in Berlin präsentiert seit dem vergangenen Wochenende eine Ausstellung zum Symbolismus. Dabei stehen Maler, Grafiker und Bildhauer aus dem Königreich Belgien im Mittelpunkt, das sich seit den 1880er Jahren zu einem Zentrum des Symbolismus in der bildenden Kunst entwickelte. In der Hauptstadt Brüssel und dem Königreich waren mit Félicien Rops, Henry de Groux, Léon Frédéric, Jean Delville, William Degouve de Nuncques, Léon Spilliaert, George Minne, Charles Doudelet, Henri Evenepoel, Xavier Mellery, Charles van der Stappen, James Ensor und Fernand Khnopff einige der führenden Künstler dieser Bewegung tätig. Auch der nachmals als Pointillist bekannte Théo van Rysselberghe neigte in seinen jungen Jahren dieser Stilrichtung zu.
Die gezeigten Arbeiten stehen stellvertretend für die gegenständliche Malerei des Symbolismus, zu dessen thematischen Kennzeichen das Geheimnisvolle, due Sinnlichkeit und Magie sowie das Abgründig-Irrationale gehören, oft gekleidet in mythologische oder historische Themen. Dabei wurden die Maler und Bildhauer auch von Literaten beeinflusst, etwa von Maurice Maeterlinck oder Georges Rodenbach. Aus anderen europäischen Ländern werden den belgischen Meister unter anderem Edward Burne-Jones, James Abbott McNeill Whistler und Dante Gabriel Rossetti, Arnold Böcklin, Max Klinger und Franz von Stuck sowie Vilhelm Hammershøi, Ferdinand Hodler, Edvard Munch und Gustav Klimt zur Seite gestellt.
Die Ausstellung „Dekadenz und dunkle Träume. Der belgische Symbolismus“ läuft bis zum 17. Januar 2021. Die Alte Nationalgalerie hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Der Ausstellungskatalog kostet im Museum 32 Euro.
Alte Nationalgalerie
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