Millionenschwere Kunstschenkung für Cleveland  |  | Georges Braque, Der Hafen von l’Estaque. Der Pier, 1906 | |
Das Cleveland Museum of Art kann sich über die größte Schenkung seit mehr als 60 Jahren freuen. Sie umfasst 114 Gemälde, Zeichnungen und Drucke des Impressionismus, Postimpressionismus und der Moderne sowie fernöstliche Keramiken aus dem Besitz des Unternehmerpaars Joseph P. und Nancy F. Keithley. Die gesamte Sammlung wird auf mindestens 100 Millionen Dollar geschätzt. Darunter befinden sich allein fünf Gemälde von Pierre Bonnard, wie etwa dessen farbenfrohes Sillleben „Obst und Obstschalen“ von 1930. Neben Arbeiten von Maurice Denis, Milton Avery, Félix Vallotton, Edouard Vuillard, Henri Edmond Cross, Vilhelm Hammershøi, Andrew Wyeth, Joan Mitchell, Henri Matisse, Pablo Picasso, Gustave Caillebotte und Camille Pissarro überlässt das Ehepaar dem Museum auch ein frühes Gemälde von Georges Braque. Dessen „Hafen von l’Estaque. Der Pier“ entstand 1906 und gehört zu Braques wenigen fauvistischen Gemälden. Die in kraftvollen Pinselstrichen umrissene Landschaft zeigt eine in grünen und violetten Tönen gehaltene Wasserfläche vor einer pittoresken Bergkulisse.
„Joseph und ich wollen unserer Gemeinschaft etwas zurückzugeben“, sagte Nancy Keithley. „Cleveland ist unser Zuhause, und wir haben es genossen, hier unser Leben aufzubauen. Es ist uns wichtig, unsere Sammlung mit unseren Mitbürgern im Nordosten von Ohio zu teilen.“ Ihr Ehemann fügte hinzu: „Für Nancy und mich war das Sammeln eine wahre Freude, und wir freuen uns, dass diese Werke die Museumsbesucher aus Cleveland und der ganzen Welt inspirieren werden. Dass sie auch den Studenten zur Verfügung stehen und den Unterricht in Kunstgeschichte und Museologie am Keithley Institute ergänzen werden, ist uns besonders wichtig.“ Nancy und Joseph Keithley sind langjährige Unterstützer des Cleveland Museum of Art und übernahmen Aufgaben im Beirat des Hauses. Im Jahr 2013 gründete das Paar das Keithley Institute for Art History, ein gemeinsames Programm des Museums und der Case Western Reserve University zur Ausbildung zukünftiger Kuratoren, Wissenschaftler und akademischer Führungskräfte. Bereits vom 17. März an wird ein Teil ihrer Schenkung im Museum zu sehen sein. Für 2022 ist eine Sonderausstellung aller Werke geplant, die dann von einer wissenschaftlichen Publikation begleitet wird. |