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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Teresa Burga im Migros Museum Zürich

Die peruanische Künstlerin Teresa Burga ist derzeit zu Gast im Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich. Die von Museumsleiterin Heike Munder kuratierte Schau wirft einen retrospektiven Blick auf das Werk Burgas, die 1935 in Iquitos zur Welt kam und als eine der wenigen Künstlerinnen ihrer Generation vor allem in jüngerer Zeit auch über die Grenzen ihres Landes hinaus eine gewisse Bekanntheit erreichte. Nach einem 1965 abgeschlossenen Studium der Malerei an der Pontificia Universidad Católica del Perú schloss sich Burga 1966 bis 1968 der Künstlergruppe Arte Nuevo an, der unter anderem Luis Arias Vera, Gloria Gómez-Sánchez, Jaime Dávila, Víctor Delfín, Emilio Hernández Saavedra, José Tang, Armando Varelan und Luis Zevallos Hetzel angehörten. In dieser Zeit machte sich Burga für eine neue Kunst in ihrem Heimatland stark und orientierte sich an künstlerischen Richtungen, die in den Vereinigten Staaten etabliert waren, wie Pop Art, Op-Art oder der Happening-Kunst. Ihr multimedialer Ansatz führte zu einem umfangreichen Gesamtwerk, das Gemälde und Environments umfasst, aber auch konzeptuelle Zeichnungen und Objekte und kybernetische Installationen.

Jenseits der Landesgrenzen hatte Teresa Burga schon in den späten 1960er Jahren durchaus beachtete Ausstellungen unter anderem in Buenos Aires. Die kritische Thematisierung der beschränkten Entfaltungsmöglichkeiten von Frauen in Südamerika war schon in jener Zeit ein wichtiges Thema ihrer Arbeit. Ihre Bilder zeigen etwa Frauenfiguren, die nach wie vor von jeder Form von Selbstbestimmung ausgeschlossen sind: Prostituierte, einsame Frauen in den Straßen oder einer häuslichen Umgebung, aus der heraus sie den Blick in die öffentliche Sphäre richten, ohne dieser aktiv anzugehören. Auch die Beseitigung der Unterdrückung ethnischer Minderheiten ist Teresa Burga ein zentrales Anliegen ihrer künstlerischen Arbeit. Zwischen 1968 und 1970 besuchte sie die School of the Art Institute of Chicago. Auch während der Militärherrschaft unter General Juan Velasco Alvarado zwischen 1968 und 1975 setzte Burga ihre avantgardistische, systemkritische und vielfach auch provakante künstlerische Arbeit fort, soweit es ihr unter den erschwerten Bedingungen möglich war. Die Folge der politischen Verhältnisse sowie der schweren wirtschaftlichen Krisen war jedoch, dass ihr Schaffen in der westlichen Welt weitgehend unbekannt blieb. Die umfassende Retrospektive im Migros Museum mit Arbeiten auch aus jüngster Zeit ist daher auch die erste Einzelausstellung der Künstlerin in der Schweiz.

Die Ausstellung „Teresa Burga: Aleatory Structures“ läuft bis zum 12. August. Das Migros Museum hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr und am Wochenende von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Franken, ermäßigt 8 Franken, donnerstags ab 17 Uhr ist er kostenlos.

Migros Museum für Gegenwartskunst
Limmatstrasse 270
CH-8005 Zürich

Telefon: +41 (0)44 – 277 20 50
Telefax: +41 (0)44 – 277 62 86


29.05.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


26.05.2018, Teresa Burga: «Aleatory Structures»

Bei:


Migros Museum für Gegenwartskunst

Künstler:

Teresa Burga








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