Streit zwischen Bacon-Nachlass und Marlborough beigelegt Die Verwalter des Bacon-Nachlasses verzichten nun doch auf den Prozess gegen die Londoner Marlborough Gallery. Geplant war der Beginn der auf drei Monate angesetzten Verhandlung für den 18. Februar. Professor Brian Clarke, Kopf der Nachlassverwaltung, wollte der Londoner Galerie nachweisen, sie habe ihren einstigen Schützling, Francis Bacon, nicht ausreichend für seine Bilder bezahlt und sogar mittels Erpressung versucht, ihn von dem Wechsel zu der New Yorker Pace Gallery abzuhalten. Insgesamt wurde der Streitwert auf etwa 100 Millionen US-Dollar geschätzt.
Da die Marlborough Gallery bereits Anfang Februar neue Beweise und als wichtigen Zeugen einen ehemaligen Freund Bacons zu ihrer Entlastung anführen konnte, lenkten die Kläger ein. Die trotzdem anfallenden Gerichtskosten von insgesamt etwa 10 Millionen Dollar wird jede Partei für sich selbst übernehmen. In Zukunft scheint sogar eine Zusammenarbeit der beiden Institutionen notwendig, wenn es um die Erstellung eines vollständigen Œuvre-Katalog geht. |