Soest eröffnet Museum Wilhelm Morgner wieder  |  | Das Museum Wilhelm Morgner in Soest steht den Besuchern wieder offen | |
Am vergangenen Wochenende hat das Museum Wilhelm Morgner in Soest wieder seine Tore für Besucher geöffnet. Das Haus war aufgrund umfassender Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten sowie technischer und klimatischer Verbesserungen seit Oktober 2014 geschlossen. Das Architekturbüro „Leistungsphase“ wandelte unter der Leitung von Oliver Silge das 1962 als Mehrzweckbau errichtete und unter Denkmalschutz stehende Gebäude auch in das erste barrierefreie Museum in Soest um. Neben dem neu zugefügten „Raum Schroth“ beherbergt das Museum auch einen Hans-Kaiser-Raum sowie die Artothek der Stadt Soest. Den Umbau unterstützte die Bezirksregierung Arnsberg und das Museumsamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Münster.
Die Stiftung Konzeptuelle Kunst bildet mit der Sammlung Schroth einen neuen Bereich des Museums und wird alle drei Monate Wechselausstellungen zu konkreter, konstruktiver und konzeptueller Kunst anbieten. Seine Kunstsammlung legte der Wirtschaftsingenieur und Produktdesigner Carl-Jürgen Schroth, geboren 1947, seit den 1980er Jahren an und wird sie weiter ausbauen. Der Raum Schroth entstand durch die Verglasung des Atriums im Museum. Die Kosten für diese Erweiterung trug die 2014 gegründete Stiftung Konzeptuelle Kunst. Diese beinhaltet etwa 350 Arbeiten von 84 Künstlern. In der aktuellen Ausstellungen „Konstruktion – Construction“ sind 25 internationale mathematisch-konstruktive Positionen zu sehen, darunter von Douglas Allsop, Hellmut Bruch, Vanessa Henn, Jan van Munster und Jean d’Imbleval. Die zweite Schau „Light Field“ setzt sich mit den Werken der Künstler Anne Blanchet und James Howell auseinander.
Im Hans-Kaiser-Raum, der durch eine Schenkung seiner Erben zustande kam, werden einige der informellen Gemälde und Zeichnungen des 1982 in Soest verstorbenen Künstlers Hans Kaiser vorgestellt. Zudem bietet der Raum auch Einblick in Arbeiten junger Nachwuchskünstler. Das Museum beherbergt seit 1962 die städtische Kunstsammlung, darunter 60 Gemälden und über 400 Zeichnungen und grafischen Arbeiten des 1891 in Soest geborenen und im Ersten Weltkrieg gefallenen Expressionisten Wilhelm Morgner. Zu seinen Ehren beschloss der Stadtrat Anfang September 2015, das Haus in „Museum Wilhelm Morgner“ umzubenennen. Neben seinen Werken zeigt die Eröffnungsschau auch eine Auswahl aus dem städtischen Kunstbesitz, darunter Arbeiten von Christian Rohlfs, Emil Nolde, Karl Schmidt-Rottluff, Paul Werth, Günter Drebusch oder Gustav Deppe.
Das Museum Wilhelm Morgner hat täglich außer montags von 14 bis 17 Uhr und am Wochenende von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 2 Euro, ermäßigt 1 Euro.
Museum Wilhelm Morgner
Thomästraße 1
D-59494 Soest
Telefon: +49 (0)2921 – 103 11 31
Telefax: +49 (0)2921 – 663 96 99 |