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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Landschaft an der Nidda, 1898 / Hans Thoma

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Wang Shugang erhält Ernst-Barlach-Preis

Der Ernst-Barlach-Preis geht in diesem Jahr an den chinesischen Bildhauer Wang Shugang. Die Ernst Barlach Gesellschaft überreicht die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung am 31. August in Hamburg. Zur Begründung heißt es: „Sowohl die Werkauswahl des Preisträgers als auch das außergewöhnliche ‚Beijing Berlin Projekt’ rücken den kulturellen Dialog zwischen China und Europa in ein neues Blickfeld“. Parallel zur Preisvergabe eröffnet das Ernst Barlach Museum in Wedel eine Ausstellung mit Skulpturen von Wang Shugang. Häufig mittels figuraler Menschgruppen, die aus glatt poliertem Polyester gearbeitet sind, diskutiert der Künstler die Widersprüchlichkeit seiner kulturellen Erfahrungsmuster und hat sich damit international einen Namen gemacht.

Wang Shugang wurde 1960 in Peking geboren. Nach einem Studium der Bildhauerei an der Central Academy of Fine Arts in seiner Geburtsstadt wurde er Mitarbeiter eines Stadtplanungsbüros. Schon ein Jahr später gab er seine Anstellung auf, um sich der freien Kunst zu widmen. Im Jahr 1989 emigrierte er nach Deutschland, wo er im Ruhrgebiet als Bildhauer arbeitete. 2000 kehrte er mit seiner deutschen Frau wieder in seine Heimat zurück. Seit 1991 richtet Wang Shugang regelmäßig Einzel- und Gruppenausstellungen aus, sowohl in weiten Teilen Europas wie auch in den USA und in China. In seiner meist skulptural gestalteten Kunst findet sich stets sein zentrales Thema wieder: Das Verhältnis von Individuum und Kollektiv in einer von der Partei beherrschten Massengesellschaft. So konzipierte er für den G-8 Gipfel in Heiligendamm 2007 an buddhistische Mönche erinnernde Figuren, die weltweit Aufmerksamkeit fanden und 2010 auf der Biennale in Vancouver neu inszeniert wurden.

Der Ernst-Barlach-Preis wird seit 1990 durch die Hamburger Ernst Barlach Gesellschaft in unregelmäßigen Zeitabständen vergeben. Er dient der Förderung der bildenden Kunst. Ein unabhängiger Juror, in diesem Jahr der Leiter der Düsseldorfer Kunsthalle Gregor Jansen, wählt eine Künstlerin oder einen Künstler nach seinem eigenen freien Ermessen aus allen Sparten der bildenden Kunst. Der Juror verantwortet die Entscheidung allein und begründet diese öffentlich. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Preisträger der letzten Jahre waren Frank Wiebe im Jahr 2011, Henriette Grahnert 2008, Hideki Iinuma 2005, Madeleine Dietz 2003 und im Jahr 2001 Olaf Metzel.


12.08.2014

Quelle: Kunstmarkt.com/Claudia Rauth

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