„Berggruen-Cézanne“ für 84,5 Millionen Mark verkauft  |  | Paul Cézanne, Montaigne Sainte-Victoire, 1888-1890 | |
Unter den sieben Gemälden der Sammlung Berggruen, die am Montagabend in der New Yorker Niederlassung des Auktionshauses Phillips de Pury & Luxembourg versteigert wurden, befand sich auch das Gemälde „La Montagne Sainte-Victoire“ von Paul Cézanne, das für umgerechnet rund 84,5 Millionen Mark zugeschlagen wurde. Der Schätzwert des Bildes, das Berggruen 1982 von den griechischen Schiffsmagnaten George Embiricos gekauft hatte, lag bei 35 bis 45 Millionen Dollar. Unter den 41 Losen der Auktion, die insgesamt 124 Millionen Dollar einbrachten, befanden sich vier weitere Gemälde Cézannes und zwei Werke van Goghs. Das Gemälde „L’Allee a Chantilly I“ aus dem Jahre 1888 ging für 9,35 Millionen Dollar an einen anonymen Bieter und blieb damit unter dem Schätzpreis von 10 bis 15 Millionen Dollar. „Filette a la poupee“ wechselte bei 16,5 Millionen Dollar den Besitzer. Für van Goghs Papierarbeit „Weizenernte vor der Stadt Arles“ aus Tinte und rotem Stift wurde ein Preis im unteren Schätzbereich in Höhe von 4,4 Millionen Dollar gezahlt und gehört nun dem Getty-Museum.
Berggruen hatte die sieben Bilder zu Beginn des Jahres an das Auktionshaus gegeben, um mit dem Erlös seine Erben auszahlen zu können. Experten sprechen davon, dass Berggruen unabhängig von den Auktionsergebnissen 120 Millionen Dollar zugesagt bekommen haben soll. Ursprünglich wollte er seine gesamte Sammlung für 600 Millionen Mark in ein eigenes Museum nach Berlin geben. Für rund 200 Bilder, darunter Werke von Picasso, Matisse und Klee, bezahlte der Bund letztendlich nur 253 Millionen Mark, so dass sich Berggruen entschloss einzelne Werke seiner Sammlung separat zu verkaufen. |