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Aktuellzum Archiv:Museumsportrait

Mit der Eröffnung des Neuen Lenbachhauses in München findet nicht nur eine architektonische Veränderung statt. Unübersehbar ist das neue museale Konzept des Hauses mit der berühmten Blaue Reiter-Sammlung

Neues Aushängeschild: Beuys-Environments



Der Neubau des Lenbachhauses München

Der Neubau des Lenbachhauses München

Zeitgenössische Kunst hat die Städtische Galerie Lenbachhaus schon seit mehr als vierzig Jahren gesammelt. Nur in welchem Maße, das lässt sich wohl erst jetzt in dem von Stararchitekt Norman Foster um- und an- und ausgebauten Neuen Lenbachhaus im wahrsten Sinne des Wortes erfahren. Die Installation „Wirbelwind“ von Olafur Eliasson im Eingangsbereich und ein paar versprenkelte Skulpturen Erwin Wurms, die im ursprünglichen Lenbach-Bau wie Gartenzwerge den Weg in die obere Etage begleiten, sind nur ein Vorgeschmack auf eine Sammlung, die nicht wie das Abbild eines Kunstmarkt-Zyklogrammsdaherkommt, sondern von seismographischer Fähigkeit für Kunstentwicklungen spricht. Man hat es in dem neuen Gebäude geschafft, die Gegenwartskunst aus ihrem architektonischen Nischendasein zu holen und sie ganz klassisch in Raumfluchten zu platzieren.


Da sind die großen frühen Arbeiten von Rupprecht Geiger, die mit Raum und Farbe experimentieren und zum Teil schon 1957 in die Sammlung kamen. Da ist der sogenannte „Documenta Room“ von Ellsworth Kelly mit seinen blau, weiß, rot und grünen kurvig begrenzten Tafeln, die 1993 erworben wurden. Hanne Darbovens konzeptuelles Schrift-Foto-Arrangement „Für Rainer Werner Fassbinder“ von 1982/83 korrespondiert mit der auf Hühnereigröße gebrachten, vierzigteiligen Punktserie auf weißem Löschpapier, einer Arbeit der in Berlin lebenden Britin Ceal Floyer aus dem Jahr 2010. Gerhard Richter und Sigmar Polke teilen sich einen Raum, und Isa Genzken und Wolfgang Tillmans verstören mit ihrem assoziationsreichen Konvolut an Collagen, Fotografien und Installationen.

Das Lenbachhaus inszenierte ganz bewusst Künstlerräume. Denn viele Arbeiten sind entstanden und angekauft in Zusammenhang mit eigenen Ausstellungsprojekten der vergangenen Jahrzehnte. Damit setzt man sich vom enzyklopädischen Querschnittsgebaren vieler Museen ab. Man betreibt eine Marksteinpolitik, die in vielerlei Hinsicht aufgeht; zum Beispiel beim Betreten des Raumes der 1966 geborenen Installations- und Videokünstlerin Angela Bulloch, die mit ihrer Pixelbox, ihrer permanent wechselnden Farbfeldinstallation „Z Point“ und bezwingend poesievollen Videotapes der Gattung Medienkunst alles Angestrengte und Zwanghafte nimmt und auf das Ursprünglichste der Kunst, die sinnliche Verführung, zurückschraubt. Doch wie viele Sammlungen, ist auch das Lenbachhaus angewiesen auf Stifter und Förderer. Der Erwerb von Angela Bullochs Arbeiten wie auch der raumgreifenden, emotional ambivalenten Installation „Never Again“ von Monica Bonvicini, die aus einem Dutzend schwarz-lederner Schaukeln an klirrenden Metallketten besteht, wurden von der KiCo-Stiftung ermöglicht.

Matthias Mühling, der zum Jahreswechsel den noch amtierenden Direktor Helmut Friedel ablösen wird, betonte nicht nur einmal, dass man es sich hier zur Aufgabe gemacht hat, den Utopien der Gegenwartskunst nachzuspüren. Dazu gehört ganz sicher auch der große Komplex an Arbeiten mit Joseph Beuys. Der Protest, den der Ankauf seines Environments „zeige deine Wunde“ 1979 auslöste, ist heute Geschichte. Im Gegenteil. Nachdem man die Installation „vor dem Aufbruch aus Lager I“ von 1970/80 aus der Sammlung Lothar Schirmer erwarb und durch eine großzügige Schenkung des Münchner Verlegers in den Besitzt weiter fünfzehn früher Arbeiten des schamanischen Kunsterneuerers gekommen ist, ist Beuys ein Aushängeschild der städtischen Sammlung geworden. Allein vier Räume sind im neuen Haus dem rheinländischen Künstler gewidmet.

Beuys und Blauer Reiter – das mag für manche ein Kontrapunkt wie Himmel und Hölle sein. Aber wie unberührt von allen Umbauten und konzeptionellen Veränderungen die Gemälde von Franz Marc, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter und Paul Klee ihre Strahlkraft behalten haben, zeigt sich im eigens für die Expressionisten und die Malerei der Neuen Sachlichkeit eingerichteten Trakt. Festgehalten hat man das Konzept der farbigen Wände. Von vielen Kritikern ist der architektonische Entwurf des Neuen Lenbachhauses nicht unbedingt begeistert aufgenommen worden. Doch vor allem bei den Malern des Blauen Reiter wird deutlich, dass es nicht um einen weiteren Renommierbau in Münchens Museumslandschaft ging und dass das Festhalten an vorherigen Konzepten durchaus ein richtiger Weg sein kann. Das Haus musste für heutige konservatorische Anforderungen grundlegend saniert werden, die Sammlung brauchte mehr Platz, mehr Fläche. Die Gewinner der Investition von 56 Millionen Euro sind die Kunst, die hier besser als zuvor zur Wirkung kommt, und natürlich die Besucher. Anlässlich der Eröffnung können sie vom 8. bis 12. Mai bei freiem Eintritt das Neue Lenbachhaus bis abends 22 Uhr inspizieren.

Kontakt:

Städtische Galerie im Lenbachhaus

Luisenstraße 33

DE-80333 München

Telefax:+49 (089) 23 33 20 03

Telefon:+49 (089) 23 32 00 00

E-Mail: lenbachhaus@muenchen.de

Startseite: www.lenbachhaus.de



07.05.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Sabine Spindler

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Der neue Haupteingang des Lenbachhauses

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Paul Klee, Rosengarten, 1920

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Das Lenbachhaus in München

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Olafur Eliasson, Wirbelwerk, 2012

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Thomas Demand, Lenbachhaus, 2012

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Franz Marc, Blaues Pferd I, 1911

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Franz von Lenbach, Familienporträt mit Frau und Töchtern, 1903

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