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Modern06 in München

Ein neues Forum zeitgenössischer Kunst



„Wir brauchen ganz bestimmt nicht noch eine Kunstmesse in Deutschland“, meint Isabella Goebel, Initiatorin und Kuratorin der „modern06“ in München. Dieses besondere Forum für zeitgenössische Kunst, das sich im letzten Jahr unter dem Titel „modern05“ bereits bewährt hat, vereint etwa 120 ausgewählte Arbeiten jüngeren Datums in der Münchner Residenz, um Tendenzen und Positionen der Gegenwartskunst vorzustellen. Die Liste der Künstler ist viel versprechend, sie reicht von dem in London geborenen Douglas Allsop, der konstruktive Momente und Materialität auf eigenwillige Weise zum Ausdruck bringt, und Imi Knoebel über den Lichtkünstler Pietro Sanguineti und die deutschen Fotografen Thomas Weinberger, Felix Stephan Huber und Alexandra Ranner bis zu den Newcomern Tom Früchtl, Sabrina Fritsch und Mirko Reisser. Galerien wie Kenny Schachter aus London, Leonhard Ruethmueller Contemporary Art aus Basel, Beyer Art aus New York stellen ihre Künstler vor. Aus München nehmen unter anderem Nusser & Baumgart oder Six Friedrich Lisa Unger teil.



Seit Jahren geht das Schlagwort von der Rückkehr des Malerischen und Figürlichen durch die Gazetten. Auch auf der „modern06“ ist dies zu registrieren. Die junge Malergeneration liebt das Abbild der Realität. Härte wird dabei ausgespart, was nicht heißt, dass die Bilder nicht direkt oder provozierend seien können, wie die drei Tondi „Goldbergvariation 1-3“, die der 1965 geborene Spanier Salustiano bei Ruethmueller zum ersten Mal in der Öffentlichkeit präsentiert. Seine Arbeiten, die etwa vor rotem Hintergrund eine rotgekleidete Asiatin mit einer Louis Vuitton-Tasche wie in einer Kinosequenz zeigen, haben jene suggestive Ambivalenz, die die scheinbar oberflächliche Malerei des neuen Jahrtausends so anziehend macht.

In diesen Trend reiht sich auch Sabrina Fritsch, geboren 1979 in Neunkirchen, ein. Die Schülerin von Peter Doig an der Düsseldorfer Kunstakademie und Neuentdeckung der Galerie Zink bevorzugt idyllische Motive wie Schnee bedeckte Holzhütten oder Lampions, um sie mit gedämpfter Farbgebung zu mystifizieren. Bisher in Deutschland nicht so bekannt ist der in Moskau lebende Ukrainer Oleg Kulik, der mit einer surreal wirkenden Fotoserie vertreten ist und das Animalische des Menschen thematisiert: nackte Körper in einem Aquarium treibend. Isabella Goebel versteht ihre Schau aber nicht nur als Forum für junge Kunst. Altmeister Axel Katz, vertreten von der Münchner Galerie Bernd Klüser, ist mit großformatigen Porträts vertreten, Richard Tuttle bei Beyer Art mit zwei Tischassemblagen und Zaha Hadid bei Kenny Schachter mit zwei Modellen ihrer ambitionierten skulpturalen Architektur.

Es geht um Positionen, die mitunter sehr unterschiedlich wirken und doch gar nicht so weit voneinander entfernt sind, wie zum Beispiel die Neon-Leinwand-Abstraktionen des 80jährigen François Morellet aus den letzten drei Jahrzehnten bei dem Londoner Galeristen Niklas von Bartha und die mit Perspektiven und Rapport spielenden Fotomontagen von Claudia Rogge bei der Düsseldorfer Galerie Voss. Ästhetisch zwar meilenweit voneinander entfernt, von ihrer Idee aber beides Künstler, die Ordnungsprinzipien erkunden und reflektieren. Was Isabella Goebel mit der „modern06“ realisiert, könnte sich zu einer neuen Präsentationsform jenseits der überhitzten Messeevents entwickeln: eine konzentrierte und vor allem auch mit marktfrischer Ware bestückte Schau, auf der Sammler durchatmen können. Die Preise – 1.500 Euro für Arbeiten von Tom Früchtl bis zu 200.000 Euro für Bilder von Alex Katz – regen ebenfalls dazu an.

Die „modern06“ läuft bis zum 30. September und hat am Dienstag und Samstag von 11 bis 15 Uhr, am Mittwoch und Freitag von 11 bis 19 Uhr geöffnet.

Residenz München - Eingang Ein-Säulen-Saal
Residenzstraße 1
D-80333 München

www.modern06.com



27.09.2006

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Sabine Spindler

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