Geboren am 9. April 1908 in Pécs in Ungarn, gestorben am 15. März 1997 in Paris Ungarisch-französischer Hauptvertreter der Op-Art
Zunächst begann Victor Vasarely ein Medizinstudium, brach dieses zugunsten seiner künstlerischen Ausbildung ab, die er 1928 an Sandor Bortnyiks privater Schule für Grafische Künste begann. Dort wurde er mit den Strömungen und Ideen des Bauhauses bekannt gemacht. Bortnyik hielt Vasarely, der bis dato naturalistischer Zeichner war, auch dazu an, geometrische Abstraktionen zu entwickeln, die für seine weitere künstlerische Entwicklung bestimmend wurden. 1930 siedelte er nach Paris über, wo er wie in Budapest als Gebrauchsgrafiker arbeitete.Ab 1944 widmete er sich ganz der Malerei.
Vasarely wurde Mitglied in der Malergruppe der Galerie Denise René in Paris. Dort wurden seine Arbeiten erstmalig ausgestellt. In leuchtenden Farben zeigt er grafische Muster, die meistens aus viereckigen Grundelementen zusammengesetzt sind. Es entstehen absurde räumliche Strukturen, die für den Betrachter kaum nachzuvollziehen sind. Durch Farbabstufungen und Kontraste wird eine flirrende Oberfläche erzeugt, die sich fast zu bewegen scheint („Gestalt-Rugó“, 1978).
1955 geht er mit ersten kinetischen Arbeiten an die Öffentlichkeit. Spätestens seit den sechziger Jahren ist seine Kunst sehr populär, unter anderem durch die Gestaltung der Schnellbahn in Grenoble für die Olympischen Winterspiele 1968 und durch den Entwurf für das spiralförmige Logo der Münchner Olympiade. 1976 wurde die Foundation Vasarely in Aix-en-Provence gegründet und das Vasarely-Museum in seiner Geburtsstadt Pécs eröffnet.
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