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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

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Landschaft an der Nidda, 1898 / Hans Thoma

Landschaft an der Nidda, 1898 / Hans Thoma
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Overbeck, Friedrich

Geboren am 3. Juli 1789 in Lübeck, gestorben am 12. November 1869 in Rom
Deutscher Maler, Hauptmeister der Nazarener

Friedrich Overbeck wurde 1789 in Lübeck als Sohn des Senators und späteren Bürgermeisters Overbeck geboren, der das künstlerische Talent seines Sohnes früh pflegte. 1805 erhielt Overbecks in der Privatakademie von Johann Peroux die künstlerische Schulung. Über August Kestner, einem Freund der Familie, wurde der junge Overbeck mit den Meistern der italienischen Malerei wie Giotto, Simone Martini, Masaccio und Perugino vertraut gemacht. Um seine künstlerische Ausbildung zu vertiefen, kam Overbeck auf Anraten Wilhelm Tischbeins nach Wien, wo er sich weniger an den Künstlern der Akademie orientierte als vielmehr an Gemälden von Corregio, Tizian und Raffael, die er in den Museen zu sehen bekam. In Wien lernte er Franz Pforr kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Über Pforr wurde er an die altdeutschen Meister wie Albrecht Dürer, Lucas Cranach und Hans Holbein herangeführt.

Während sich die Künstler von der Akademie zunehmend distanzierten, wirkte sich der Kontakt zu Eberhardt Wächter, der mit seiner italienischen Frau ein streng katholisches Familienleben führte, prägend auf ihren künstlerischen Werdegang aus. Am 10. Juli 1809 gründete Overbeck mit Pforr die St.-Lukas Bruderschaft, zu der auch Ludwig Vogel und Joseph Wintergerst gehörten. Später traten noch Julius Schnorr von Carolsfeld, Peter von Cornelius, Philipp Veit und Johannes Scheffer von Leonhardshof dem Lukasbund bei. Die Vereinigung bezweckte in frommer, mönchsähnlicher Zusammenarbeit eine Reinigung und Erneuerung der Künste. Die Entfremdung zur Akademie war inzwischen soweit fortgeschritten, dass die Bruderschaft 1809 nicht mehr in die Akademie aufgenommen wurde und nach Rom auswanderte, wo sie erst in der Villa Malta, ab September im verlassenen Kloster S. Isidoro lebten.

1813 konvertierte Overbeck zum Katholizismus. 1818 ging er mit der Wienerin Anna Schiffbauer-Hartl die Ehe ein, wodurch seine fromme Haltung, die im Laufe der Zeit zunehmend dogmatische Züge annahm, vermutlich intensiviert wurde. Von 1816 bis 1817 wurde das erste Projekt der Künstlergemeinschaft die Fresken der Casa Bartholdy zur Geschichte Josefs in Ägypten, verwirklicht. Overbeck gestaltete die Themen „Josef wird von seinen Brüdern an die Midianiter verkauft“ und „Die sieben mageren Jahre“. Unmittelbar auf diese Arbeit erfolgte der wichtige Auftrag des Marchese Massimo, der in der Freskierung eines Saales seiner Villa mit Darstellungen aus Tassos „Gerusalemme Liberata“ bestand.

Der Bund der Lukasbrüder, dem von anderen Künstlern auch die Bezeichnung „Nazarener“ zuwuchs, entwickelte sich allmählich immer mehr zu einer bloßen Interessensgemeinschaft und zerfiel schließlich. Overbeck blieb Zeit seines Lebens in Rom, wo seine Kunst, ohne eine Entwicklung zu durchlaufen, in einem gewissen Schematismus erstarrte. Overbeck starb 1869 in Rom.


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Berichte (2)Kunstwerke (14)

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Raffaels Grabtragung in Overbecks Interpretation

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Friedrich Overbeck bei Winterberg

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Friedrich Overbeck, Maria nimmt Abschied vom Leichnam des Herrn, um 1839/40
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Friedrich Overbeck, Betender Mönch, 1826
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Friedrich Overbeck, Maria nimmt Abschied vom Leichnam des Herrn, um 1839/40
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Friedrich Overbeck, Kopf eines Mönchs
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Friedrich Overbeck, Versöhnung Esaus und Jakobs, 1866
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Johann Friedrich Overbeck zugeschrieben, Der Verkauf des Josef
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Friedrich Overbeck, Petri Kniefall vor Christus, um 1840
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