Geboren am 06. Dezember 1841 in Montepellier, gestorben am 28. November 1870 in Beaune-la-Rolande Französischer Maler des Realismus
Der Sohn des späteren Senators Gaston Bazille hatte durch seine Familie schon früh Kontakt zur Kunst. In seiner Jugend besuchte er häufig das Musée Fabre in seiner Heimatstadt und den Kunstkenner Bruyas, der Werke von Delacroix und Courbet besaß. 1862 zog er nach Paris, um dort ein Medizinstudium zu beginnen. Nebenher besuchte er das Atelier Charles Gleyeres, wo er Claude Monet kennen lernte. Mit ihm malte Bazille 1863 im Wald von Fontainebleau, und 1864 zogen beide nach Honfleur.
Da Bazille zum Medizinstudium neben der Malerei und seinen musikalischen Interessen immer weniger Zeit fand, brach er das Studium schließlich ganz ab. 1867 wurde sein Bild „Fische“ in den Salon aufgenommen, das sich heute in Montpellier befindet. Im selben Jahr entstand auch das Bild „Familientreffen“, welches seine Eltern und Geschwister zeigt und heute im Louvre zusehen ist. Monet und Renoir sowie Manet, Fantin-Latour, Zola und Edmond Maître gehörten zu seinen engeren Freunden in dieser Zeit.
Bei Kriegsausbruch 1870 meldete er sich freiwillig zum Militär und fiel am 28. November 1870 beim Angriff auf das Dorf Beaune-la-Roland. Stilistisch steht sein Werk, mit seiner flächigen Malweise, nahe an den Arbeiten der Realisten Courbet und Manet.
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