Geboren am 25. April 1921 in Amsterdam, gestorben am 3. Mai 2006 in Zürich Niederländischer Künstler der Gruppe COBRA
Karel Appel studierte von 1942 bis 1944 an der Reichsakademie in Amsterdam bildende Kunst, wo er Corneille kennen lernte. 1948 gründete er die "Group Experimental Hollandais" zusammen mit Constant und Corneille. Im selben Jahr hatte er gemeinsam mit Alechinsky und Corneille die dänisch-belgisch-holländische Künstlergruppe "COBRA", deren Bezeichnung sich aus den drei Hauptstädten Copenhagen, Brüssel und Amsterdam herleitet, ins Leben gerufen. Die Künstler dieser Gruppe versuchen, in ihren Werken Rationales und Irrationales, Abstraktion und Figuration miteinander zu verbinden. Das Banale, das Gewöhnliche und das Unterbewusste werden zum Gestaltungsgegenstand und fließen spontan in den malerischen Improvisationsprozess ein („Fragende Kinder“, 1949).
Appel erhielt 1954 den UNESCO-Preis auf der Biennale in Venedig, worauf zahlreiche weitere Preise folgten. 1970 nahm er zusammen mit Merril Sanders und Chet Baker u.a. in San Francisco Musikstücke auf. 1994 entwarf er das Bühnenbild für die Oper „Noach“, 1995 die Ausstattung von Mozarts „Zauberflöte“ an der Nederlandse Opera. Appels Arbeiten sind charakteristisch durch ihre kraftvollen Farben und einen leidenschaftlichen Stil, der auf van Gogh und den Expressionisten aufbaut. Trotz Annäherung an den Abstrakten Expressionismus haben viele Werke einen gegenständlichen Inhalt, wie z.b. seine unzähligen Portraits. Als Weltbürger und selbst ernannter "Staatenloser" lebte und arbeitete Appel in New York, Paris und Monaco. Er starb am 3. Mai 2006 in seinem Wohnort Zürich.
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