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In unserer Jahreswechselserie zur Sektproduktion an kunsthistorisch wichtigen Orten führt der Weg diesmal an den Bodensee   
Auch in der Kunst gilt: Grenzüberschreitungen werden stets zum Geschäft, wenn sich Grenzen schließen. Eher ungewöhnlich erscheint in diesem Zusammenhang der heimlich im April 1925 zu Wege gebrachte Schmuggel von Rebstöcken der Müller-Thurgau-Traube aus der Schweiz. Denn Krankheiten und die Reblaus hatten in den 1920er ...mehr | 06.01.2026  |
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 Chemnitz beendet das Kulturhauptstadtjahr mit einer grandiosen Lichtinstallation von James Turrell. Doch wie sieht die Bilanz aus?   
Es ist das reinste grenzenlose Vakuum des Lichtes. Über eine Pyramidentreppe führt der Weg durch eine quadratische Wandöffnung in den jüngsten fensterlosen Farbraum James Turrells, in dem Wände, Decke und Boden Ton in Ton erstrahlen. Die Kanten krümmen sich nach vorn zu einem gerundeten Rechteck, zu dem der leicht abschüssige Grund hinführt. Dahinter schweift der Blick ins Nichts. Statt einer Abschlusswand existiert ein Farbnebel. Der Blick hinein ist so, als würde man fernab zu fremden Galaxien schweben. Was kommt hinter dem Horizont? Ein Wärter hält den Betrachter am Fortschreiten ab. Es ist nicht erkennbar, dass der Boden an der Absturzkante um einen Meter fällt und erst nach fünf bis sechs Metern eine Abschlusswand besteht. Was für eine Inszenierung! Nichts lenkt von der reinen, hierarchie- und richtungslosen Licht- und Farbwahrnehmung ab, die jeden einfängt. ...mehr  |
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 Zum ersten Advent leuchten vielerorts die berühmten Herrnhuter Sterne auf. Ein Blick in die Manufaktur und die neue UNESCO-Welterbestätte   
Es geschah am Anfang des 19. Jahrhunderts, als im Internat der Herrnhuter Brüdergemeine ein Mathematiklehrer zur besseren Vermittlung des geometrischen Verständnisses Ecken und Kanten eines Würfels abschnitt. Auf diese Weise entstand ein aus acht gleichseitigen Dreiecken und 18 Quadraten zusammengesetzter Grundkörper. Drei Quadrate und ein Dreieck bilden dabei jeweils eine Raumecke. An diese Flächen setzten die Schüler Zacken mit quadratischer oder dreieckiger Grundfläche, von denen die achtzehnte zur Aufhängung diente. Fortan bastelten die Schüler am den ersten Sonntag des Advents die Himmelskörper mit den 25 drei- oder viereckigen pyramidenförmigen Spitzen. Als Symbol der Verkündung der Geburt Christi schmückte der Stern fortan die Internatsstuben. Von hier aus gelangte der Brauch in private Wohnstuben. Die ersten Sterne trugen die Farben Weiß als Zeichen der Reinheit und Rot für das Blut von Jesus Christus. ...mehr  |
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 Vor 100 Jahren zog das Bauhaus von Weimar nach Dessau. Ein Jahr später wurde der neue Schulbau eröffnet. Dieses Doppeljubiläum feiert die anhaltische Metropole mit einem umfangreichen Programm   
„Es hat sich ausgeweimart, wir gehen jetzt dessauern“, schrieb der Bauhausmeister Lyonel Feininger 1925 an seine Frau Julia. Denn am 20. Februar hatte der Meisterrat des Bauhauses den Umzug in die Stadt an der Elbe beschlossen. Kurz darauf stimmten am 23. März 1925 beachtliche 26 Mitglieder des Dessauer Stadtrats für die Aufnahme der Anstalt, 16 waren dagegen. Vorausgegangen waren intensive Bemühungen des liberalen Bürgermeisters Fritz Hesse, mit günstigen Bedingungen den Weg für den Neustart in Dessau zu ebnen, da er das Potential der innovativen Hochschule erkannt hatte. Mit einer Million Reichsmark finanzierte die anhaltische Stadt daher auch den nach Plänen von Walter Gropius errichteten Schulneubau. ...mehr  |
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 Joanna Warsza, die neue Hamburger Stadtkuratorin, startet mit der Ausstellung „From the Cosmos to the Commons“ ein über fünf Jahre laufendes Projekt, das der Kunst im öffentlichen Raum der Hansestadt endlich wieder neues Leben einhaucht   
„Für mich stellt Kunst im öffentlichen Raum eine Chance dar, trotz aller Differenzen miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagt Joanna Warsza, seit Oktober 2024 Stadtkuratorin in Hamburg. Die 1976 in Warschau geborene Kuratorin bringt einen ganzen Korb internationaler Erfahrungen mit. Sie hat Projekte unter anderem in Warschau, Berlin und Montevideo realisiert. 2022 war sie Co-Kuratorin des Polnischen Pavillons auf der Biennale Venedig. Nun also Hamburg. Die Hansestadt war 1981 die erste deutsche Großstadt, die ein Programm für Kunst im öffentlichen Raum auflegte. Einen vorläufigen Höhepunkt bildete das „Hamburg Projekt 1989“. Koordiniert vom Kunstverein, wurden stadtweit Interventionen internationaler Künstler realisiert. Ein markantes Überbleibsel ist der Pavillon von Dan Graham an der Alster. ...mehr  |
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