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Das flanierende Paar / Max Stern

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Seine Kunst war nie nur bloße Abbildung, sondern eine Erforschung der Wirklichkeit und ihrer Wahrnehmung. Nun ist David Hockney gestorben

Paint your own life



Mit David Hockney ist einer der bedeutendsten und gefeiertsten Künstler der Gegenwart gestorben. Der britische Maler, Grafiker, Bühnenbildner und Fotograf schied am 11. Juni friedlich zuhause in London aus dem Leben. Er wurde 88 Jahren alt. Bis in höchste politische und gesellschaftliche Kreise löste sein ...mehr

15.06.2026

Vorreiterin der feministischen Kunst: In Gedenken an Valie Export

Weiter machen, radikal bleiben!


Valie Export

Am 17. Mai 1940 kam Waltraud Lehner in Linz zur Welt und besuchte später die dortige Kunstgewerbeschule. Mit 18 Jahren heiratete sie; noch im selben Jahr wurde ihre Tochter Perdita geboren. Nach der Scheidung von ihrem Mann zog sie 1960 nach Wien, wo sie die Höhere Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Textilindustrie besuchte. Nach ihrem Diplom im Bereich Design ging sie in die Filmbranche, wo sie als Script Girl, Filmeditorin und Komparsin arbeitete. Im Jahr 1967 wurde schließlich Valie Export geboren – eine radikale Geste, in der sie sowohl den Namen ihres Vaters als auch den ihres Mannes ablegte, um eine neue Identität anzunehmen und ihre Präsenz in der Kunstszene zu verkünden. Hierbei wurde sie von einer Zigarettenschachtel der Marke „Smart Export“ inspiriert. Als Hommage an diese Geschichte kreierte die Österreicherin ihr erstes Kunstwerk „Valie Export-Smart Export“, in der sie sich in einer trotzigen Pose im Stil der Jugendprotestbewegung der späten 1960er Jahre portraitierte: In der Hand hält sie eine Zigarettenschachtel der Marke Smart Export, die sie mit ihrem eigenen Gesicht und Logo bedrucken ließ und das Wort „Smart“ durch „Valie“ ersetzte. ...mehr

Eine Verschmelzung von Kunst und Leben, die den Tod schon impliziert: Timm Ulrichs gestorben

Totalkünstler mit verspieltem Hintersinn


Timm Ulrichs arbeitete gerne mit Humor, Hintersinn und Widerspruchsgeist. Da die Welt voll von Kunst sei, die nicht wie Möbel oder ein Auto irgendwann einmal entsorgt wird, trat er 1975 beim „Internationalen Kunstmarkt Köln“ als blinder Künstler auf und hatte ein Schild mit der Aufschrift „Ich kann keine Kunst mehr sehen“ vor der Brust hängen. Mit Blindenstock und Armbinde kritisierte er schon damals den ausufernden zeitgenössischen Kunstbetrieb und die nach seinen Worten „immer weiter um sich greifenden musealen Friedhöfe“. „Ich war auch immer groß in der Vermeidung von Kunst“, sagte Ulrichs im vergangenen Jahr in einem Interview mit dem SWR. „Man müsste eigentlich Künstler dafür bezahlen, dass sie nichts produzieren oder alle Jubeljahre mal ein Werk vorlegen und sich nur Gedanken machen.“ Deswegen wollte er eigentlich auch einen Œuvre-Katalog über die Werke erstellen, die er der Menschheit erspart habe. Dazu kommt es aber nun nicht mehr. ...mehr

Mit Arnulf Rainer ist einer der Großen der Kunst seit 1945 gestorben. Seine markanten Übermalungen haben ihn weltweit berühmt gemacht

Der Übermaler


Arnulf Rainer

Österreich trauert um Arnulf Rainer. Der für seine Übermalungen bekannte Künstler, der am 8. Dezember noch seinen 96. Geburtstag feiern konnte, starb am 18. Dezember. Das teilte das Arnulf Rainer Museum mit und zeigte sich sehr betroffen vom Ableben des Ausnahmekünstlers. Er hinterlasse ein unvergessliches Erbe in der Kunstwelt. Als Wegbereiter der informellen Malerei in Österreich habe er schrittweise das Prinzip der Übermalung entwickelt, die in der Folge zu seinem Markenzeichen werden sollte, heißt es seitens des Museums und weiter: „Ursprünglich aus dem Surrealismus kommend, erweiterte Arnulf Rainer sein künstlerisches Repertoire um eine beeindruckende Vielfalt an Ausdrucksformen, zu denen Übermalungen, Überzeichnungen und gestische Malerei mit Hand und Finger zählten. Ikonischen Status erlangten seine ‚Face Farces‘ und ‚Body Poses‘, bei denen Rainer fotografische Selbstporträts mit dynamischen Malereigesten überarbeitete.“ ...mehr

Mit einer Grundschule in seinem Heimatdorf in Burkina Faso startete die Karriere von Diébédo Francis Kéré. Bis heute verfolgt der Afrikaner eine originelle zukunftsträchtige Bauweise, die nicht zuletzt den Menschen in den Mittelpunkt rückt

Praktische Poesie und soziale Nachhaltigkeit



Selbst Fachkreise maßen dem Schaffen des Deutschafrikaners Diébédo Francis Kéré eher nachrangige Bedeutung zu, bis er 2022 mit dem Pritzker Prize, dem „Nobelpreis der Architektur“, geehrt wurde. Der Architekt, Sozialaktivist und Visionär mit deutscher und burkinischer Doppelstaatsangehörigkeit steht für neue Ideen im Bauwesen, die maßgeblich zu dieser Auszeichnung beigetragen haben. Die Preisvergabe signalisierte damals eine Abkehr vom Augenmerk auf westlich-elitäre Hochglanzarchitektur und eine stärkere Bewertung sozialer Anliegen, baukultureller Aspekte und ökologischer Themen. Seither bemühen sich nun die Entscheider der in Chicago, der Heimatstadt der Pritzker-Familie, ansässigen Stiftung um mehr Vielfalt und breitere Entfaltung. Zu den weltweit herausgehobenen Baumeistern dieser Kategorie gehört Diébédo Francis Kéré seither als erster Afrikaner. ...mehr




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