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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Der Art Sales Index

Die Referenzklasse



Art Sales Index

Art Sales Index

Duncan Hislops Art Sales Index gilt das hochwertigste Instrument zur Kunstpreisrecherche. Der Ruf ist hart erarbeitet. Seit nunmehr 37 Jahren gibt es ihn als dickes Buch. Im Internet und als CD-ROM ist er ebenfalls zu haben. Gegenstand ist eher das obere Marktsegment. Preise unter 400 Euro für eigenhändige Werke und 7.000 Euro für zugeschriebene werden daher gar nicht erst verzeichnet, Drucke und Fotografie sind überhaupt erst seit einigen Jahren und ab einem Zuschlag über 2.000 Pfund dabei.



Die Datenbasis ist mit 2,9 Millionen Einträgen besonders beeindruckend angesichts der Tatsache, dass unverkaufte Lose nicht berücksichtigt werden. Hislop vertritt die Ansicht, dass ausschließlich Verkaufspreise für Vergleiche wichtig seien. Mehrfach durchgefallene und daher „verbrannte“ Kunstwerke lassen sich so allerdings nicht erkennen. Als typisch britisches Understatement darf die Auskunft gewertet werden, der Art Sales Index erfasse Auktionsverkäufe der letzten 50 Jahre. Tatsächlich handelt sich dabei um den vollständig abgedeckten Zeitraum. Doch auch aus den vorhergehenden Jahrzehnten sind viele Ergebnisse nachgewiesen. Bei Rembrandt und Rubens etwa stammen die ersten Meldungen jeweils von 1923. Für langfristige Anleger sowie Sammler und Händler von alter Kunst bis zur Klassischen Moderne ist der Art Sales Index also ein Muss.

Das Design des Online-Auftritts ist denkbar spartanisch und auf kurze Ladezeiten getrimmt. Nur bei Künstlern mit mehreren Tausend Einträgen, bittet sich der Rechner am anderen Ende der Leitung eine kleine Bedenkzeit von einigen Sekunden aus. Länger warten muss, wer sich einen Chart zur Preisentwicklung – dieser Service ist inklusive - etwa von Andy Warhol auf Grundlage sämtlicher Daten erstellen lässt. Die Suchseite besteht lediglich aus einer Suchbox, dem dazugehörigen Button und einem kurzen erklärenden Satz. Außer dem Nachnamen wird zunächst keine weitere Option angeboten. Erst nach der Künstlerauswahl kann weiter verfeinert werden. Die Anzeige von lediglich acht Ergebnissen pro Seite stammt wohl noch aus der Ära der Schmalbandzugänge und ist weder zeitgemäß noch praktisch. Der Datenbestand ist erstklassig gepflegt, Fehler sind deutlich seltener als bei der Konkurrenz.

Die CD-ROM kommt in einem etwas farbenfroherem Kleid daher. Vor allem bietet sie erweiterte Suchmöglichkeiten. Mit der „General Search“ lässt sich nach beliebigen Wörtern im Namen und Titel suchen. Das Fehlen dieser Option ist das große Manko nicht nur des Art Sales Index sondern aller Online-Kunstpreisdatenbanken. Zusätzlich zu dieser Freitextsuche in den Titeln können über das Freilassen der Suchfelder und Benutzung der Checkboxen sowie weiterer Sortiermöglichkeiten beliebige generelle Suchen durchgeführt werden. So führt die Anfrage nach allen zwischen 1896 und 1897 von Deutschen geschaffenen Skulpturen zu 23 Werken von 5 Künstlern. Selbst wenn der Schöpfer eines bestimmten Werkes nicht bekannt ist oder die Signatur unleserlich, kann so mit einigem Aufwand recherchiert werden, ob es möglicherweise zuvor gehandelt wurde. Die neue Kopierschutzlösung ist wenig erfreulich. Für die Freischaltung muss erst ein Code angefordert werden. Selbst dann läuft das Programm lediglich auf einem System und auch nur mit in das Installationslaufwerk eingelegter CD. In vorigen Versionen hatte man sich mit einem guten Kopierschutz begnügt.

Zur Printversion gibt es eigentlich nicht viel anzumerken. Das jährlich erscheinende Buch enthält die Auktionsverkäufe des vergangenen Jahres in alphabetischer Reihenfolge der Künstlernamen, wiegt über 5 Kilo und macht sich gut im Regal. Die Einleitung enthält neben einer Liste aller erfassten Auktionen eine Marktanalyse mit mehreren Tabellen. Im analogen Zeitalter stellten diese Wälzer, die sich in langen Regalmetern reihten, nicht nur eine Bereicherung für die Bibliothek sondern auch eine sportliche Herausforderung für den Nutzer dar. Der praktische Nutzen dieser Publikationsform für Datenbanken will sich heute nicht mehr erschließen, so sehr man das bedauern mag.

Der Art Sales Index zielt bisher eher auf den recht kleinen Kundenkreis der institutionellen Anleger und Top-Händler. Entsprechend die Preise: Der aktuelle Jahresband kostet 190 Euro, die CD 480 Euro. Der ausschließlich für einjährige Laufzeit angebotene Onlinezugang schlägt mit mindestens 375 Euro zu Buche. Ein Schnupperangebot ist Pay per View für 3 Euro je Seite mit bis zu acht Ergebnissen.

Allerdings dürften sich in naher Zukunft die Verhältnisse im gesamten Markt ändern. Duncan Hislop hat sein Unternehmen verkauft, und zwar an die Medienunternehmerin Louise T. Blouin MacBain, die kurzzeitig auch Partnerin beim Auktionshaus Phillips, de Pury & Luxembourg war. Ihre LTB Holding, zu der auch die renommierte Zeitschrift Art & Auction gehört, besitzt mit Gordon’s bereits Preisverzeichnisse für Grafik und Fotografie. Für die nähere Zukunft ist die Zusammenführung aller drei Datenbanken geplant.

Mehr dazu in der Besprechung von Gordon’s.

www.art-sales-index.com



18.09.2005

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Stefan Kobel

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