Die Kunst, online zu lesen.

Home


Wissen

Geschichte


Sammelgebiete


Restaurierung und Fälschung


Preisführer


Bücher


Recht, Steuer & Versicherung


Transport & Zoll


Gestohlene Kunst


Stilrichtungen





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 23.09.2017 53. Kunstauktion - Bildende Kunst des 17. - 21. Jahrhunderts

© Schmidt Kunstauktionen Dresden

Anzeige

Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

Leda mit dem Schwan / Eduard Veith
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Transport & Zoll

Aktuellzum Archiv:Transport & Zoll

Wirkungen von Ausfuhrbeschränkungen auf den Kunstmarkt

Nachfragerückgang nach Kunstwerken



Exportverbote bestimmter Kunstwerke führen im allgemeinen zu einem ausländischen Nachfragerückgang, da sich potentielle Interessenten aus dem Ausland bewußt sind, daß sie keine Ausfuhrgenehmigung für diese Kunstwerke erhalten.


Eine geringere Nachfrage wiederum hat i. d. R. negative Auswirkungen auf die inländische Preisentwicklung, so daß der tatsächlich erzielte Veräußerungspreis unter dem theoretisch erzielbaren Preisniveau liegen kann. Dies führt einerseits unmittelbar zu Gewinneinbußen bei Kunsthändlern und Auktionsunternehmen und nimmt andererseits indirekt Einfluß auf ihre Geschäftstätigkeit, da infolge des niedrigeren Preisniveaus die Bereitschaft zum Verkauf seitens privater oder institutioneller Anbieter zurückgehen kann. Restriktive Exportbestimmungen erhöhen außerdem grundsätzlich die Gefahr einer illegalen Ausfuhr der geschützten Kulturgüter.

Allerdings beeinflussen Ausfuhrverbote auch bereits die Kaufentscheidung, da potentielle Interessenten aus dem Wissen um die den Kunstwerken anhaftende eingeschränkte Mobilität von einem Kauf absehen. So führen restriktive Bestimmungen zum Schutz national wertvollen Kulturgutes beispielsweise dazu, daß Sammler keine Möglichkeiten haben, beim Umzug in andere Länder ihre Bilder auszuführen. Ein u.U. bestehendes staatliches Vorkaufsrecht, das in manchen Ländern bei Beantragung des Exports ausgeübt wird, kann darüber hinaus zu unzureichenden Entschädigungen führen. Dies kann beispielhaft durch den Fall Lutterotti-Pagenstecher verdeutlicht werden.

Die Eigentümerin einer in den 50er Jahren aufgebauten Gemäldesammlung vorwiegend französischer Impressionisten stellte bei ihrem Umzug von Bozen nach England beim zuständigen Denkmalamt Antrag auf Erteilung der Exporterlaubnis. Allerdings übte die Provinz Bozen ihr Vorkaufsrecht aus und erstattete der Eigentümerin den ursprünglichen Ankaufswert in Höhe von ca. 500.000 DM, obwohl der Marktwert auf rund 135 Mio. DM geschätzt wurde. Die Sammlerin erhielt zwar nach langwierigen Rechtsstreitigkeiten ihre Sammlung zurück, mußte sich jedoch verpflichten, die Kunstwerke in Italien zu lassen.

www.eul-verlag.de



12.09.2000

Quelle/Autor:Auszug aus dem Buch von Doris Christophersen: Umfeldanalyse von Kunsthandels- und Kunstauktionsunternehmen. Ein Beitrag zur Ökonomie des Kunstmarktes. Bergisch Gladbach, Köln, 1995. Verlag Josef Eul (www.eul-verlag.de).

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an











Copyright © '99-'2017
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Wissen

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce