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Stilrichtungen: Suprematismus



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Der Suprematismus (lat. Supremus, höchst, oberst, äußerst) ist eine von Kasimir Malewitsch entwickelte Richtung innerhalb des russischen Konstruktivismus, die zwischen 1914 und 1918 an Bedeutung gewann. Es handelt sich dabei um eine von allen Gegenstandsbezügen befreite Kunst, die sich in der Reduktion auf einfachste geometrische Formen ausdrückt.

Malewitsch erläuterte den Suprematismus in zahlreichen Schriften, unter anderem in der Broschüre „Vom Kubismus und Futurismus zum Suprematismus“ und in dem 1922 erschienen Werk „Suprematismus- die Gegenstandslosigkeit oder das befreite Nichts“ und der als Bauhausbuch herausgekommenen Schrift „Die gegenstandslose Welt“ von 1927.

Malewitsch erhob das Postulat, dass die Kunst die Entsprechung der letzten obersten, absolut dominierenden Gesetzmäßigkeiten von Natur und Leben sein sollte. Eine erste künstlerische Manifestation des Suprematismus war Malewitschs Komposition „Schwarzes Quadrat auf weißem Grund“, die er 1915 in der Ausstellung „0.10“ zeigte.

Seine Prinzipien wurden schnell auch von seinen Schülern und von anderen Malern, wie Alexander Rodtschenko, Ljubov Popova, Ivan Kudrjahov übernommen.

In der reinen Form – Quadrat, Rechteck, Ellipse, Trapez, Diagonale usw. – sollte die Befreiung von der Determiniertheit der gegenständlichen Erfahrung vollzogen werden.

Malewitschs Theorie ist der Versuch, in kosmologische Bereiche vorzustoßen. Sie stellt daneben eine Ästhetik der Bestrebungen der russischen Konstruktivisten und eine prinzipielle geistige Grundlage der abstrakten Malerei dar. Auswirkungen hatte die Stilrichtung innerhalb der Theorienbildung auf die holländische De-Stijl-Bewegung, auf die Prinzipien des deutschen Bauhauses und einzelne Künstler wie Wassily Kandinsky.

Künstler:
Kasimir Malewitsch
Alexander Rodtschenko
Ljubov Popova
Ivan Kudrijahov



06.09.2000

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