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Stilrichtungen

Stilrichtungen: Informel



Otto Ritschl, Komposition 65/17

Otto Ritschl, Komposition 65/17


Informel dient als Sammelbezeichnung für abstrakte Kunstrichtungen der Nachkriegszeit, die sich durch "psychische Improvisation" (Paul Klee) auszeichnen. Der Begriff wurde von dem französischen Kritiker Michel Tapié geprägt, der erstmals von der "Bedeutsamkeit des Formlosen" sprach. Er organisierte 1951 in Paris die Ausstellung "Signifiants de l'Informel", die führende Vertreter dieser Richtung, wie Jean Fautrier, Jean Dubuffet, Henri Michaux oder auch Jean-Paul Riopelle präsentierte.

Es ist eine Malweise, die sich außerhalb streng geometrischer Tendenzen, wie im Kubismus, sowie einer organisierten Formstruktur und einem planmäßigen Bildaufbau bewegt. Das Charakteristikum des Informel ist der spontane, gestische Malakt, der sich durch die impulsive Rhythmik von Farbflecken und Linien definiert. Der Malakt als solcher gewinnt dabei an Bedeutung. Das unmittelbare Gestalten kann sich auch durch Einritzen in den Bildgrund manifestieren. Die gegenstandslose, persönliche Malerei des Informel wurde als Befreiung gegenüber der Klassizismen des Nationalsozialismus erlebt.

Das Informel findet im Action Painting des Abstrakten Expressionismus der 50er Jahre in New York seine Entsprechung. Die Grenzen zwischen Informel und Action Painting, aber auch zum Tachismus sowie zur Art Brut sind nur schwer zu Ziehen, die Übergänge fließend. Oft wird der Begriff Informel auch als Sammelbegriff dieser Stilrichtungen gebraucht.

Zu den wichtigsten Wegbereitern des Informel gehören die in den frühen vierziger Jahren nach Frankreich emigrierten Deutschen Wols und Hans Hartung. Ein Forum für die informelle Kunst bildeten die Galerie Facchetti und Galerie Dausset in Paris.

Künstler:

Emil Schumacher
Ernst Wilhelm Nay
Karl Otto Götz
Bernard Schultze
Hann Trier
Fred Thieler
K.R.H. Sonderborg
Fritz Winter
Mathieu und Jean-Paul Riopelle
Jean Fautrier
Jean Dubuffet
Henri Michaux
Jaroslav Serpan
Mark Tobey
Antoni Tàpies
Antonio Saura
Alberto Burri
Emilio Vedova



06.09.2000

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Karl Otto Götz, o.T.

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Rupprecht Geiger, Glasbild, 1952

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Gerhard Hoehme, Bildwege

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Otto Ritschl, Komposition 68/50, 1968

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Losnummer: 163

Fred Thieler, Pintura Granizada, 1961

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Losnummer: 161

Ernst Wilhelm Nay

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Emil Schumacher, Banga, 1964

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Ernst Wilhelm Nay, Dominant Grün, 1955

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