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Vorbericht der 54. Kunstauktion

Fritz Beckert, Dresden - Rampische Straße mit Blick auf die Frauenkirche. 1917.

Mit einem qualitätvollen, knapp 1100 Lose umfassenden Angebot von Werken der Bildenden Kunst des 17. bis 21. Jahrhunderts und einer erlesenen Auswahl an Objekten aus dem Bereich des Kunsthandwerks präsentiert sich unser Haus in der diesjährigen Weihnachtsauktion.

Den stimmungsvollen Auftakt bildet ein Gemälde des Dresdner Malers Johann Anton Castell mit einer Elblandschaft mit Booten im Mondschein (Schätzpreis 3.500 Euro), auch Karl Robert Kummers Abendstimmung an der Küste von Schottland (Schätzpreis 1.500 Euro) besticht durch eine ausdrucksstarke, sphärische Lichtkomposition. Eine, dem bedeutendsten flämischen Marinemaler seiner Zeit Andries van Eertvelt zugeschriebene, großformatige Küstenlandschaft mit Segelschiffen in Öl auf Leinwand aus dem 17. Jahrhundert (Schätzpreis 9.000 - 12.000 Euro), rundet die Highlights der Gemälde des 18. und 19. Jh. ab.

Die Dresdner Altstadt zwischen Altmarkt und Brühlscher Terrasse, insbesondere das Areal um den Neumarkt mit der prachtvollen Frauenkirche, zählte zu den liebsten Motiven des Malers und Architekturprofessors Fritz Beckert. Mit einem großformatigen Gemälde, welches das winterliche Treiben in der Rampischen Straße mit Blick auf die Frauenkirche zu Beginn des 20. Jh. eindrucksvoll veranschaulicht, ist der Chronist der Dresdner Altstadt in unserer Winterauktion vertreten (Schätzpreis 9.000-12.000 Euro).

Johannes Beutners Aktgemälde "Susanna im Bade" (Schätzpreis 14.000 Euro), ein Highlight im Segment der Gemälde aus der Mitte des 20. Jh., zeigt abermals die enge Verbundenheit zu seiner späteren zweiten Frau Hilda, welche er in aller Sinnlichkeit und in zeitloser, klassischer Schönheit abbildet, eindrücklich auf. Selten kommen Stoffapplikationen der zuletzt im erzgebirgischen Ehrenfriedersdorf lebenden Künstlerin Elisabeth Ahnert. Die Vereinigung von streng beherrschter Form und eleganter Leichtigkeit, welche allen diesen Werken eigen ist, ist auch in dem Stillleben "Blumen und Früchte aus den 1960er Jahren (Schätzpreis 3.000 Euro) wunderbar nachvollziehbar.

Aus der Abteilung der Arbeiten auf Papier dürfen wir eine spannende Auswahl präsentieren, welche mit Adrian Zinggs Sächsischer Flußlandschaft mit Holzbrücke (Schätzpreis 2.200 Euro) eingeläutet wird. Robert Hermann Sterl ist mit einer feinsinnigen, frühen Gouache zarten Kolorits "Frau beim Weben" (Schätzpreis 1.500 Euro) ebenso vertreten wie Curt Querner mit dem Porträt einer "Bäuerin", welche, ganz gegensätzlich, den Betrachter direkt anschauend, in kräftigen Aquarellfarben gehalten ist. Komplettiert wird das Angebot figürlicher Darstellungen durch ein in Kohlestift ausgeführtes Porträt des Porzellanrestaurators Richard Seyffarth von Otto Dix (Schätzpreis 4.000-5.000 Euro).
Erwähnenswert aus dem Bereich der Skulpturen und Plastiken sind besonders Peter Makolies Bronzeplastik Liegende, 1991 (Schätzpreis 3.500-4.000 Euro) und Wolfgang Friedrichs "Blindensturz, nach Pieter Bruegel", 2016 (Schätzpreis 3.000 Euro).

Das Auktionsangebot wird durch eine qualitätvolle Auswahl an Kunsthandwerk und Antiquitäten abgerundet. Arbeiten Johann Joachim Kaendlers, wie die 1743 entworfene Figurengruppe "Mohr mit Pferd" (Schätzpreis 1.700 Euro) oder eine feine Auslese an Gärtnerkindern kommen zum Aufruf ebenso wie ein sehr seltenes Jugendstilgedeck "Floraler Liniendekor", um 1910, welches stilistisch in die Nähe zu Theodor Grusts Jugendstildekor "Linienmuster, fünfteilig" verortet werden kann (Schätzpreis 1.200 Euro). Ein umfangreiches, an den Renaissance-Stil angelehntes Tafelbesteck - welches in den 1950er Jahren von dem italienischen Hersteller Cesa 1882 unter dem Namen "Quirinale" für den Quirinalspalast, Dienstsitz des Präsidenten der Italienischen Republik, entworfen wurde - kommt mit einem Limit von 3.000 Euro zum Aufruf.

Herausragender Höhepunkt im Bereich des Kunsthandwerks ist eine Sammlung höfischen Küchenkupfers aus Schloss Celle in Niedersachsen. Zum Aufruf gelangen 30 Lose Kupfergeschirr aus dem Besitz Ernst Augusts von Hannover (1845 - 1923) mit den Schlagstempeln "S.C." (Schloss Celle) sowie Nummerierungen. Wohl erst nach 1866, der Flucht ins österreichische Exil, erfolgte die Einschlagung seines Monogramms um die Zusammengehörigkeit aller Teile zu markieren.

Zur Vorbesichtigung lädt das Haus vom 30. November – 08. Dezember, in der Zeit von 10-20 Uhr, Sa. von 10-16 Uhr herzlich ein.

Veranstaltungen zum Bericht:
54. Kunstauktion - Bildende Kunst des 16. - 21. Jahrhunderts

www.schmidt-auktionen.de

Quelle: © Schmidt Kunstauktionen Dresden

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