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Oskar Moll, Wasserfall mit roten Felsen, 1940

Oskar Moll, Wasserfall mit roten Felsen, 1940

Öl auf Leinwand. 80 x 71 cm. Gerahmt. Unten links schwarz signiert 'Oskar Moll'. Rückseitig auf dem oberen Keilrahmensteg auf einem Etikett betitelt und datiert "WASSERFALL 1939" sowie darauf mit dem Nachlass-Stempel versehen und von fremder Hand bezeichnet "169". - In tadelloser, farbfrischer Erhaltung.

Salzmann 389

Wir danken Gerhard Leistner, Wenzenbach, für die freundliche Beratung. Das Gemälde ist bereits in das in Vorbereitung befindliche neue Werkverzeichnis aufgenommen.

Provenienz

Marg Moll, Düsseldorf (rückseitiger Adress-Stempel); Prof. Dr. J. Thesing, Darmstadt; Galleria Henze, Campione d'Italia (rückseitiges Etikett); Sammlung Gottfried Herbst, Icking; Privatsammlung Rheinland-Pfalz

Ausstellungen

Darmstadt 1975 (Kunsthalle), Darmstädter Bürger sammeln Kunst des 20. Jahrhunderts, Nr. 140

Literatur

Siegfried und Dorothea Salzmann, Oskar Moll. Leben und Werk, München 1975, S. 27 mit ganzseitiger Farbabb. S. 143

1932 wurde die von Oskar Moll geleitete Breslauer Akademie geschlossen, seine darauffolgende Berufung an die Düsseldorfer Kunstakademie wurde bereits nach kurzer Zeit rückgängig gemacht. 1936 kehrten Oskar und Marg Moll nach Berlin zurück. Von den Nationalsozialisten verfemt und zwar nicht mit einem Malverbot, aber mit einem Ausstellungsverbot belegt, durchlebte der Künstler in den 1930er Jahren eine Krise und suchte nach neuen malerischen Ausdrucksmöglichkeiten.

Trotz der für den Künstler widrigen und bedrückenden Bedingungen entstanden in dieser Zeit Werke von ausgeprägter Farbigkeit und Leuchtkraft. Das Kolorit geht dabei zumeist auf einen Grundfarbton zurück, wie der hier vorgestellte "Wasserfall mit roten Felsen" mit seinen vielfältigen Variationen von intensiven Rottönen eindrucksvoll zeigt.

„In dieser Zeit beschäftigte sich der Künstler mit dem Mosaiklegen. Etwas von der Härte und Spröde des neuen Materials scheint auf die Bilder übergegangen zu sein. Das Aquarell [sic!] „Wasserfall mit roten Felsen“ (WV 389) arbeitet Moll zwar noch mit geometrischen Figurationen, verwendet diese jedoch nicht mehr in streng logischem Sinne. Im Gegenteil, er legt es darauf an, ein spielerisch schwingendes Ineinander aller Elemente zu erzeugen, wobei sich einzelne Formen - seien sie zeichnerischer oder farbig-flächiger Struktur - zusammenhanglos isolieren. Das Vorhangmotiv des Wasserfalles deutet eine imaginäre Mitte an. Das Bildfeld selber wird zu einer glasschnittartig transparenten Oberfläche. Es ist von einer improvisatorischen Leichtigkeit erfüllt, für die die Gesetze der Schwerkraft aufgehoben sind.“ (Salzmann, 1975, op.cit., S. 27).

Weitere Details:


1932 wurde die von Oskar Moll geleitete Breslauer Akademie geschlossen, seine darauffolgende Berufung an die Düsseldorfer Kunstakademie wurde bereits nach kurzer Zeit rückgängig gemacht. 1936 kehrten Oskar und Marg Moll nach Berlin zurück. Von den Nationalsozialisten verfemt und zwar nicht mit einem Malverbot, aber mit einem Ausstellungsverbot belegt, durchlebte der Künstler in den 1930er Jahren eine Krise und suchte nach neuen malerischen Ausdrucksmöglichkeiten.

Trotz der für den Künstler widrigen und bedrückenden Bedingungen entstanden in dieser Zeit Werke von ausgeprägter Farbigkeit und Leuchtkraft. Das Kolorit geht dabei zumeist auf einen Grundfarbton zurück, wie der hier vorgestellte "Wasserfall mit roten Felsen" mit seinen vielfältigen Variationen von intensiven Rottönen eindrucksvoll zeigt.

„In dieser Zeit beschäftigte sich der Künstler mit dem Mosaiklegen. Etwas von der Härte und Spröde des neuen Materials scheint auf die Bilder übergegangen zu sein. Das Aquarell [sic!] „Wasserfall mit roten Felsen“ (WV 389) arbeitet Moll zwar noch mit geometrischen Figurationen, verwendet diese jedoch nicht mehr in streng logischem Sinne. Im Gegenteil, er legt es darauf an, ein spielerisch schwingendes Ineinander aller Elemente zu erzeugen, wobei sich einzelne Formen - seien sie zeichnerischer oder farbig-flächiger Struktur - zusammenhanglos isolieren. Das Vorhangmotiv des Wasserfalles deutet eine imaginäre Mitte an. Das Bildfeld selber wird zu einer glasschnittartig transparenten Oberfläche. Es ist von einer improvisatorischen Leichtigkeit erfüllt, für die die Gesetze der Schwerkraft aufgehoben sind.“ (Salzmann, 1975, op.cit., S. 27).

Preis: 30000-40000 

© Kunsthaus Lempertz KG, Köln 


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