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Mops und Möpsin mit Jungem, um 1744-1745

Mops und Möpsin mit Jungem, um 1744-1745

Meissen, Modell J.J. Kändler und P. Reinicke, um 1744-1745.

Auf einem ovalen mit Blumen applizierten Sockel. Jeder mit rosefarbenem Halsband, die Möpsin mit Schleife. Mops mit unterglasurblauer Schwertermarke auf der Rückseite des Sockels.

H 15,3 cm und 15 cm. Geringfügig restauriert (2)

Zu diesen Modellen finden sich in Kändlers Arbeitsberichten von 1744 folgende Einträge: "2 neue Mops Hunde auf einem Rasen sitzend, angefangen zu pousiren und selbigen die gehörige Action und Gestalt gegeben, welche hernach dem Bildhauer Reinicken vollends fertigen lassen"und " Annoch 1 Mopshündin von voriger Grösse (i.e. der Rüde), welche ein jung Hündgen bei sich hat, das sauget, sitzet ebenfalls auf einem Rasen, aufs sauberste auspousiret". (Rainer Rückert, Meissener Porzellan 1710-1810, 1966, Taf. 268, Nr. 1091 und 1092, S. 194).

1740 gründete wohl Clemens August, Kurfürst von Köln, 1700-1761, den Mopsorden, einen Geheimbund der Freimaurer. Erstmals konnten auch Frauen einem Orden beitreten, sofern sie katholisch waren und das Aufnahmeritual bestanden. Der Mops wurde zum Namensgeber dieses Ordens, da er in höfischen Kreisen als Symbol von Treue, Zuverlässigkeit und Standfestigkeit galt. Ein hellblaues Halsband mit goldenen Schellen war sein Kennzeichen.

Die Mitglieder dieser Loge nannten sich tatsächlich „Möpse“ und trugen, verdeckt, einen silbernen Mops als Medaillon. 1745 wurde in Amsterdam eine so genannte „Verräterschrift“ veröffentlicht. Darin wurden das Ritual des Ordens und zwei Grafiken wiedergegeben. 1748 wurde der Mopsorden der studentischen „Loge Louise“ an der Universität Göttingen von der Universitätsbehörde endgültig verboten.

Weitere Details:


Zu diesen Modellen finden sich in Kändlers Arbeitsberichten von 1744 folgende Einträge: "2 neue Mops Hunde auf einem Rasen sitzend, angefangen zu pousiren und selbigen die gehörige Action und Gestalt gegeben, welche hernach dem Bildhauer Reinicken vollends fertigen lassen"und " Annoch 1 Mopshündin von voriger Grösse (i.e. der Rüde), welche ein jung Hündgen bei sich hat, das sauget, sitzet ebenfalls auf einem Rasen, aufs sauberste auspousiret". (Rainer Rückert, Meissener Porzellan 1710-1810, 1966, Taf. 268, Nr. 1091 und 1092, S. 194).

1740 gründete wohl Clemens August, Kurfürst von Köln, 1700-1761, den Mopsorden, einen Geheimbund der Freimaurer. Erstmals konnten auch Frauen einem Orden beitreten, sofern sie katholisch waren und das Aufnahmeritual bestanden. Der Mops wurde zum Namensgeber dieses Ordens, da er in höfischen Kreisen als Symbol von Treue, Zuverlässigkeit und Standfestigkeit galt. Ein hellblaues Halsband mit goldenen Schellen war sein Kennzeichen.

Die Mitglieder dieser Loge nannten sich tatsächlich „Möpse“ und trugen, verdeckt, einen silbernen Mops als Medaillon. 1745 wurde in Amsterdam eine so genannte „Verräterschrift“ veröffentlicht. Darin wurden das Ritual des Ordens und zwei Grafiken wiedergegeben. 1748 wurde der Mopsorden der studentischen „Loge Louise“ an der Universität Göttingen von der Universitätsbehörde endgültig verboten.

Preis: 22000-25000 

© Koller Auktionen AG, Zürich 


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