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Franz Schubert, Eigh. Brief mit eigh. U. an Schober

Franz Schubert, Eigh. Brief mit eigh. U. an Schober

Gr 8°, 2 Seiten

Schubert an Schober

Steyr, den 14. August 1823

„Lieber Schober!
Obwohl ich etwas spät schreibe, so hoffe ich doch, daß Dich dies Schreiben noch in Wien
trifft. Ich korespondiere fleißig mit Schäffer und befinde mich ziemlich wohl. Ob ich je wieder
ganz gesund werde, bezweifle ich fast. Ich lebe hier in jeder Hinsicht sehr einfach, gehe fleißig
spazieren, schreibe viel an meiner Oper und lese Walter Scott.
Mit Vogl komme ich recht gut aus. Wir waren miteinander in Linz, wo er recht viel und recht
schön sang. Bruchmann, Sturm und Streinsberg besuchten uns vor einigen Tagen in Steyr und
wurden ebenfalls mit einer vollen Ladung Lieder entlassen. Da ich Dich schwerlich vor Deiner
Rückreise noch sehen werde, so wünsche ich Dir nochmals alles Glück zu Deinem Unternehmen,
und versichere Dich meiner ewig währenden Liebe, die Dich auf das Schmerzlichste
vermissen wird. Laß’, wo Du auch seyst, von Zeit zu Zeit etwas von Dir hören.
Deinem Freunde
Franz Schubert.

Kupelwieser, Schwind, Mohn etc., etc., an die [unleserlich] bereits auch geschrieben ist, grüße
ich alle(s) herzlich

Meine Adresse:
Stadt Steyr, abzugeben
am Platz, bey H. v. Vogl
14 August (?) 1823.“

Literatur
DEUTSCH O. E.
Franz Schubert, Die Dokumente seines Lebens, 2. Erste Hälfte, Band 3, Nr. 395, S. 167/68, 1913.

Weitere Details:


Schubert an Schober

Steyr, den 14. August 1823

„Lieber Schober!
Obwohl ich etwas spät schreibe, so hoffe ich doch, daß Dich dies Schreiben noch in Wien
trifft. Ich korespondiere fleißig mit Schäffer und befinde mich ziemlich wohl. Ob ich je wieder
ganz gesund werde, bezweifle ich fast. Ich lebe hier in jeder Hinsicht sehr einfach, gehe fleißig
spazieren, schreibe viel an meiner Oper und lese Walter Scott.
Mit Vogl komme ich recht gut aus. Wir waren miteinander in Linz, wo er recht viel und recht
schön sang. Bruchmann, Sturm und Streinsberg besuchten uns vor einigen Tagen in Steyr und
wurden ebenfalls mit einer vollen Ladung Lieder entlassen. Da ich Dich schwerlich vor Deiner
Rückreise noch sehen werde, so wünsche ich Dir nochmals alles Glück zu Deinem Unternehmen,
und versichere Dich meiner ewig währenden Liebe, die Dich auf das Schmerzlichste
vermissen wird. Laß’, wo Du auch seyst, von Zeit zu Zeit etwas von Dir hören.
Deinem Freunde
Franz Schubert.

Kupelwieser, Schwind, Mohn etc., etc., an die [unleserlich] bereits auch geschrieben ist, grüße
ich alle(s) herzlich

Meine Adresse:
Stadt Steyr, abzugeben
am Platz, bey H. v. Vogl
14 August (?) 1823.“

Literatur
DEUTSCH O. E.
Franz Schubert, Die Dokumente seines Lebens, 2. Erste Hälfte, Band 3, Nr. 395, S. 167/68, 1913.

Preis: 30000-60000 ATS

© Galerie Auktionshaus Hassfurther, Wien 


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