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Albrecht Dürer, Ritter, Tod und Teufel, 1513

Albrecht Dürer, Ritter, Tod und Teufel, 1513

Kupferstich. 24,2 x 18,5 cm. B. 98, Meder 74 c-d (von g).

Der Ritter zu Pferd, begleitet von seinem Hund, reitet durch eine düstere, karge Landschaft aus wurzelbewachsenen schroffen Felsen, blattlosen Bäumen und Sträuchern. Nur die Stadt auf einem Berg in der Ferne verweist auf die menschliche Zivilisation. Durch den Helm daran gehindert, entziehen sich dem Blick des Reiters die monströsen, furchteinflößenden Gestalten die am Wegrand lauern: Es sind der Tod und der Teufel. Der Tod „weist dem Mann ein Stundenglas, geläufiges Symbol der ablaufenden menschlichen Lebenszeit. Doch befindet sich im oberen Teil noch genügend von dem langsam nach unten rinnenden Sand, sodass die Todesdrohung nicht von aktueller Schrecklichkeit ist. Als Mann des Krieges muss dem Reiter der Tod ein ständiger vertrauter Begleiter gewesen sein. […] Das Mischwesen am rechten Rand verkörpert den Teufel. Mit seiner Tierschnauze und dem nach vorn gebogenen, großen Stirnhorn gleicht er dem Teufel auf Dürers Holzschnitt „Christus in der Vorhölle“ (B. 14) von 1510. […] Bewusst lässt Dürer den Betrachter des Blattes im Unklaren, ob der Reiter Tod und Teufel nicht nur im Geiste schaut“ (Schoch/ Mende: Albrecht Dürer. Das druckgraphische Werk, Bd. 1, München 2001, S. 170). Der Kupferstich "Ritter, Tod und Teufel" oder "Reuther", wie Dürer selbst ihn in seinem Tagebucheintrag vom 24. November 1520 nannte, ist der erste der drei sogenannten "Meisterstiche", deren inhaltliche Deutung bis heute Rätsel aufgibt und kontrovers diskutiert wird (vgl. Schoch/ Mende: Albrecht Dürer. Das druckgraphische Werk, Bd. 1, München 2001, S. 166ff). Dieser Stich zählt sowohl technisch als auch inhaltlich sicherlich zu den bemerkenswertesten Dürers. - Ganz ausgezeichneter, feinzeichnender Druck, bis an die oben und rechts stellenweise sichtbare Plattenkante geschnitten, teils innerhalb dieser beschnitten, insbesondere am linken unteren Rand. Insgesamt leicht angestaubt und fleckig bzw. rostfleckig, geglättete horizontale Knickspur, diese mit fachmännisch geschlossenem Randeinriss rechts, kleines Quetschfältchen auf dem Oberschenkel des Pferdes, entlang der Ränder etwas berieben, sonst in guter Erhaltung.

Weitere Details:


Der Ritter zu Pferd, begleitet von seinem Hund, reitet durch eine düstere, karge Landschaft aus wurzelbewachsenen schroffen Felsen, blattlosen Bäumen und Sträuchern. Nur die Stadt auf einem Berg in der Ferne verweist auf die menschliche Zivilisation. Durch den Helm daran gehindert, entziehen sich dem Blick des Reiters die monströsen, furchteinflößenden Gestalten die am Wegrand lauern: Es sind der Tod und der Teufel. Der Tod „weist dem Mann ein Stundenglas, geläufiges Symbol der ablaufenden menschlichen Lebenszeit. Doch befindet sich im oberen Teil noch genügend von dem langsam nach unten rinnenden Sand, sodass die Todesdrohung nicht von aktueller Schrecklichkeit ist. Als Mann des Krieges muss dem Reiter der Tod ein ständiger vertrauter Begleiter gewesen sein. […] Das Mischwesen am rechten Rand verkörpert den Teufel. Mit seiner Tierschnauze und dem nach vorn gebogenen, großen Stirnhorn gleicht er dem Teufel auf Dürers Holzschnitt „Christus in der Vorhölle“ (B. 14) von 1510. […] Bewusst lässt Dürer den Betrachter des Blattes im Unklaren, ob der Reiter Tod und Teufel nicht nur im Geiste schaut“ (Schoch/ Mende: Albrecht Dürer. Das druckgraphische Werk, Bd. 1, München 2001, S. 170). Der Kupferstich "Ritter, Tod und Teufel" oder "Reuther", wie Dürer selbst ihn in seinem Tagebucheintrag vom 24. November 1520 nannte, ist der erste der drei sogenannten "Meisterstiche", deren inhaltliche Deutung bis heute Rätsel aufgibt und kontrovers diskutiert wird (vgl. Schoch/ Mende: Albrecht Dürer. Das druckgraphische Werk, Bd. 1, München 2001, S. 166ff). Dieser Stich zählt sowohl technisch als auch inhaltlich sicherlich zu den bemerkenswertesten Dürers. - Ganz ausgezeichneter, feinzeichnender Druck, bis an die oben und rechts stellenweise sichtbare Plattenkante geschnitten, teils innerhalb dieser beschnitten, insbesondere am linken unteren Rand. Insgesamt leicht angestaubt und fleckig bzw. rostfleckig, geglättete horizontale Knickspur, diese mit fachmännisch geschlossenem Randeinriss rechts, kleines Quetschfältchen auf dem Oberschenkel des Pferdes, entlang der Ränder etwas berieben, sonst in guter Erhaltung.

Preis: 15000 

© Galerie Bassenge KG, Berlin 


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