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Vorbericht der 56. Kunstauktion

Theodor Rosenhauer, Kapelle des Hl. Rochus in Tavira (Portugal). 1981.

Zur diesjährigen Sommerauktion am 16. Juni 2018 dürfen wir unseren Kunden ein ausgesprochen schönes und vielfältiges Angebot an Werken der Bildenden Kunst des 16.-21. Jahrhunderts sowie des Kunsthandwerks mit einem bedeutenden Konvolut an Studioglas anbieten.


Das Segment der alten Kunst wird angeführt von einer großformatigen Radierung von Bernardo Bellotto, gen. Canaletto. Seine wohl bekannteste Ansicht der Dresdner Altstadt vom Neustädter Ufer gesehen - der so genante Canaletto-Blick - "Perspective du Pont de Dresde sur L' Elbe" (WVZ Korakiewicz 150 III) stammt aus sächsischem Adelsbesitz und wird mit 12.000 Euro geschätzt.


Mit der kleinen, ausgewählten Sammlung des Dresdner Bankiers Martin Gelpke (1885-1953), welcher insbesondere Zeichnungen deutscher Künstler des 19. Jahrhunderts sammelte, können wir qualitätvolle Arbeiten von Hugo Bürkner, Karl Robert Kummer mit den Bleistiftzeichnungen "Triest" und "Elbe", Schätzung jeweils 950 Euro, sowie von Adrian Zingg anbieten. Hervorzuheben ist hierbei dessen in Tusche ausgeführte Federzeichnung "im Vogelsang bei Pirna", späte 1770er Jahre, Schätzung 3.000 Euro, sowie weitere Landschaftszeichnungen von ihm und seiner Werkstatt bzw. seinem Schülerkreis.


In der Rubrik der bildenden Kunst des 19. Jh. ist das fein gemalte und dicht komponierte Gemälde "Der Kunstsammler", Öl auf Leinwand, um 1860/1870 vertreten, welches in den Umkreis des Münchner Malers Carl Theodor von Piloty (1826-1886) oder des später in Leipzig ansässigen Malers Carl Friedrich Heinrich Werner (1808-1894) zu verorten ist. Das hoch erzählerische Gemälde mit spannender Lichtführung ist mit 7.200 Euro geschätzt.
Aus dem Nachlass der Schweizer Textilkünstlerin Lise Gujer, die viele Jahre mit Ernst Ludwig Kirchner befreundet war und für ihn seine Zeichnungen und Entwürfe in textile Arbeiten übertragen hat, stammt die Zeichnung aus einem der Skizzenbücher Kirchners. Die schnelle, für den Künstler typische Arbeit, wohl bei einem seiner ersten Besuche in Berliner Variétes entstanden, wird mit 3.500 Euro geschätzt.

Mit den Arbeiten der Dresdner Künstlerinnen Paula Lauenstein "Hans Nötzel - auf einen Stuhl sitzend", wohl 1924, Taxe 1.800 Euro, und Elfriede Lohse-Wächtler "Kopf einer hageren Frau im Dreiviertelprofil", 1920er/1930er Jahre, Taxe 6.000 Euro und "Kopf eines Mannes im Dreiviertelprofil",1930er Jahre, Taxe 3.500 Euro, können künstlerisch eindrucksvolle Porträts angeboten werden.

Von Otto Dix stammt eine Kohlstiftzeichnung auf bläulichem Bütten, welche Senta Wagner im Profil zeigt, sie ist mit 4.800 Euro geschätzt. Der Künstler ist auch mit zwei Lithografien vertreten, welche den Dresdner Kunsthistoriker Dr. Fritz Löffler zeigen (WVZ Karsch 172 und 174).

Ein seltener Bromsilbergelatineabzug des Fotografen Franz Fiedler, dessen Werk bei der Bombardierung Dresden zum größten Teil verloren ging, zeigt das Porträt des Künstlers Otto Dix im Jahr 1925, noch bevor dieser an die Dresdner Kunsthochschule berufen wurde. Der Abzug ist mit 1.200 Euro im Angebot.

Aus dem Bereich der Malerei des 20. Jh. ist ein Gemälde von Theodor Rosenhauer hervorzuheben. Die bei einer Portugalreise 1981 entstandene Ansicht der "Kapelle des Hl. Rochus in Tavira", Öl auf Leinwand, Schätzung 18.000 Euro, überzeugt in der typischen pastosen Malweise Rosenhauers und schildert eindrucksvoll das besondere südliche Licht.

Zur Betrachtung sommerlicher Blumen lädt uns Paul Wilhelm mit einem intimen Blick in seinen reich gefüllten Radebeuler Garten ein. Das Gemälde "Im Garten des Künstlers", Öl auf Leinwand, 1930-1940, ist mit vorsichtigen 3.500 Euro taxiert und hat damit durchaus Potential zur deutlichen Steigerung.

Einen "Schiffbruch" thematisiert die große Bronzeplastik von Carl Röder, einem Schüler von Ernst Hähnel an der Dresdner Kunstakademie. Sie entstand vor 1907. Zusammen mit dem originalen, hochrechteckigen Sockel aus ebonisiertem Holz, kann hier ein imposantes Kunstwerk mit einer Taxe von 7.000 Euro angeboten werden, welches bisher nur noch in zwei öffentlichen Sammlungen - Museum im Oberen Schloss Greiz und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, nachweisbar ist.

Im Bereich des Kunsthandwerks sei auf die Sammlung von sächsisch-höfischem Küchenkupfer des frühen 19. Jahrhunderts verwiesen.

Eine umfangreiche, fast 50 Lose umfassende Sammlung von Studioglas von Absolventen der Glasfachschule Steinschönau (Kamenický Šenov, ehem. Tschechoslowakei) und aus Lauscha rundet das Angebot des Kunsthandwerks ab.

Zur Vorbesichtigung laden wir Sie ab dem 7. Juni bis zum 15. Juni 2018, in der Zeit von 10-20 Uhr und samstags von 10-16 Uhr, herzlich ein.

Veranstaltungen zum Bericht:
56. Kunstauktion - Bildende Kunst des 16.-21.Jh.

www.schmidt-auktionen.de

Quelle: © Schmidt Kunstauktionen Dresden

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