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Galerie Stock - Wien - I love Zagreb

Galerie Stock - Wien - I love Zagreb

Views from Abroad

vom 17.11.2011 bis 07.01.2012

Galerie Michaela Stock

Schleifmühlgasse 18

AT-1040 Wien

Telefon: +43 (0)1 920 777 8

Telefax: +43 (0)1 405 328 0

E-Mail: info@galerie-stock.net

URL: www.galerie-stock.net

Views from Abroad

Sandro Dukic (HR) und Slaven Tolj (HR)

18.11.2011 - 8.1.2012

VERNISSAGE: Donnerstag, 17.November 2011 ab 19 Uhr

WO: Galerie Michaela Stock & NEXT DOOR galerie michaela stock
Schleifmühlgasse 18, 1040 Wien


Gallery Weekend and Vienna Art week
gegliedert in 3 Tage – pro Tag eine Veranstaltung / Performance / Künstlertalk:

Donnerstag, 17.11. ab 19 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Views from Abroad“

Freitag, 18.11
19 Uhr Guided tour mit Sandro Dukic - Präsentation seiner Arbeit
20.30 Uhr Performance mit Slaven Tolj

Samstag, 19.11
13 Uhr Brunch „Views from Abroad I“
Background und Geschichte der zeitgenössischen Medienkunst in Kroatien und dem ehemaligen Jugoslawien. „Kunsthelden“ der Künstler, Ähnlichkeiten der Herkunft und Unterschiede in den Arbeitsweisen von Slaven Tolj und Sandro Dukic.

mit Sandro Dukic, Künstler (HR), Lucas Gehrmann, Kurator und Kunsthistoriker (A), Natasa Ivancevic, Kurator MSU Zagreb (HR), Michaela Stock, Galeristin (A), Slaven Tolj, Künstler und Kurator (HR)

Sonntag, 20.11.
14 Uhr Künstlergespräch „Views from Abroad II“
mit Sandro Dukic und Slaven Tolj, Kuratoren und Journalisten aus Österreich und Kroatien

Öffnungszeiten der Galerie für Gallery Weekend and Vienna Art Week
Do 17. 11. 2011 I 19:00 - 22:00
Fr 18. 11. 2011 | 11:00 - 21:00
Sa 19. 11. 2011 | 11:00 - 19:00
So 20. 11. 2011 | 11:00 - 19:00

Slaven Tolj (* 1964 in Dubrovnik/HR) erreichte internationale Anerkennung durch seine Installationen, Body-Art und Performances, die ausgeprägte politische und soziokulturelle Kritik widerspiegelt. Der Beginn seiner Laufbahn als Künstler wurde unmittelbar geprägt von seinen Erlebnissen im Jugoslawienkrieg, des Zerfalls des Staates und insbesondere der Eroberung von Dubrovnik durch die jugoslawische Armee in den Jahren 1991-92. In den späten 1990ern erweiterte Slaven Tolj sukzessive sein künstlerisches Betätigungsfeld durch Themen wie politische Veränderung, multikulturelle Existenz und Globalisierung. Gleichzeitig arbeitet er als Kurator und in diversen Kunstorganisationen. So war er einer der Gründer des Art Workshop Lazareti in Dubrovnik, welches heute tonangebend in der zeitgenössischen Kunstszene in Dubrovnik und Kroatien ist.

“I love Zagreb” (2008) von Slaven Tolj zeigt eine Performance, die zwei ganz verschiedene Werke aus den 1970er Jahren paraphrasiert. „I love Zagreb“ ist sowohl eine Hommage an die Performance „Zagreb I Love You“(1971) von Tomislav Gotovac, der dieses Jahr auch den kroatischen Salon in Venedig bespielt hat. Den zweiten Teil der Performance betitelte Tolj mit "Operation: City 2008“. Dieser Teil ist eine Anspielung an die Ermordung von Ivo Pukanic, den Besitzer der Zeitung Nacional. Bei seiner Ermordung wurde der Tatverdächtige, der einen schwarzen Motorradhelm getragen hat, beim Verlassen und seiner Flucht von der Überwachungskameras aufgenommen. Dieses Video hat Tolj in seine Performance als Videoinstallation miteinbezogen.
In seiner Performance vereint Tolj die Performance von Gotovac und die Ermordung von Ivo Pukanic. Mit einem schwarzen Motorradhelm mit geschlossenem Visier führt ihn seine Performance durch die Innenstadt Zagrebs. Er spielt mit der vollständige Anonymität, er ist nicht nackt, wie Gotovac bei seiner Performance.
“I paraphrased the title of Gotovac’s performance and the place of the action – Zagreb city centre. While Gotovac walked naked and lay down on the asphalt of Zagreb high-street Ilica “making love” to the city, I walked the city centre completely masked and covered. This way I emphasized different contexts of these two performances, the difference between the conditions of these two actions; the differences between the social and cultural environments of time they were created; the differences in the meaning of art then and now”.


Sandro Dukic (* 1964 in Zagreb/HR) studierte bei den Videokunstpionieren Nam June Paik und Nan Hoover. Als New-Media-Künstler beschäftigt er sich nicht nur mit der Wechselbeziehung von Medien wie Fotografie und Video, sondern ebenso mit computergesteuerten Vorgängen der Speicherung, Dokumentation und Datenarchivierung von Realität, die dem Prozess des Fotografierens und Enthüllens durch Medien ausgesetzt sind. Mit Leichtigkeit wechselt er zwischen den erwähnten Medien und kreiert gleichzeitig verschiedene Bedeutungsebenen des Raums. Folglich definiert er sich aber auch als virtuell-visueller Künstler mit Tendenzen zu einer kritischen Interpretation von Raum und des Schaffensbeginn eines Kunstwerks. Die letzen 20 Jahre verbrachte er mit der Recherche in/von Archiven und der multimedialen Präsentation derselben.

In seinem Aufsatz „Das Unbehagen in der Kultur“ von 1930 macht Sigmund Freud sich Gedanken darüber, was Kultur für die Menschen bedeutet und welche Bedingungen für das Entstehen und die Erhaltung von Kultur erfüllt sein müssen. Sandro Dukic unternimmt nun den Versuch auf Freuds Aussagen einzugehen. Gegenstand seiner künstlerisch-wissenschaftlichen Untersuchung ist ein gedankliches Konstrukt, durch die der wirkliche Gegenstand seine konkrete Ganzheit verliert und zu einem mehr oder weniger fragmentarischen Abbild des ursprünglichen Gegenstandes wird.

In seinem 9teiligen Fotozyklus, der Videoarbeit und einer großformatigen Installation setzt Dukic sich mit dem Thema: Natur/ Kultur, Vergänglichkeit des Körpers, die Beziehungen zu anderen Menschen, sowie das „Innenleben“ des Menschen auseinander. Dukic will in seinen Arbeiten zeigen, dass die Art und Weise wie Menschen miteinander kommunizieren sich stark verändert hat.

Ein weiteres Thema auf das Dukic in seinem Werkzyklus Bezug nehmen wird ist ein häufig tradiertes Vorurteil: Kunst sei grundsätzlich kritisch oder subversiv. Dabei wird übersehen, dass Kunst genauso häufig in den Dienst der Stabilisierung bestehender Systeme oder der Verherrlichung von Herrschern tritt. Kunst kann nicht nur subversiv, sondern genauso gut konservativ sein, restaurativ oder reaktionär. Kunst ist und war also keineswegs immer schon per se der – positiven – Entwicklung von Gesellschaften dienlich. Im Gegenteil: Kunst ist ein ebenso geeignetes Medium, um Stereotypen zu kreieren und zu tradieren.

Weitere Informationen: www.galerie-stock.net



Künstlerbiographie(n) und Kunstwerke:
Salven ToljSandro Ðukić


Presseberichte zur Veranstaltung:
GALLERY WEEKEND VIENNA & VIENNA ART WEEK

Quelle:

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Bilder zur Veranstaltung:

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