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Galerie Nächst St. Stephan - Rosemarie Schwarzwälder - Wien - Galerie nächst St. Stephan - Art Cologne 2006

Galerie Nächst St. Stephan - Rosemarie Schwarzwälder - Wien - Galerie nächst St. Stephan - Art Cologne 2006

Galerie nächst St. Stephan - Art Cologne 2006

vom 01.11.2006 bis 05.11.2006

Galerie nächst St. Stephan - Rosemarie Schwarzwälder

Grünangergasse 1/2

AT-1010 Wien

Telefon: +43 (0)1 512 126 6

Telefax: +43 (0)1 513 430 7

E-Mail: galerie@schwarzwaelder.at

URL: www.schwarzwaelder.at

Klaus vom Bruch, geb. 1952 in Köln, gilt als Pionier der Medien- und Videokunst. Er verarbeitet vorgefundenes Filmmaterial, das er einer gesellschaftskritischen Analyse unterzieht. Seine Montagen zielen weniger
auf Ästhetik als auf politisches Engagement ab, sie setzen sich mit der Wahrnehmung im Zeitalter der Medien auseinander.
Klaus vom Bruch war 1984 in der legendären Ausstellung „von hier aus“ in Düsseldorf sowie auf der Biennale in Venedig vertreten. 1987 nahm er an der documenta 8 teil, 2005 war er in der umstrittenen RAFAusstellung in den Kunstwerken Berlin zu sehen.
„Am Anfang habe ich in der 70er Jahren sozusagen aus meiner revolutionären Empörung heraus viel TV-Material zur RAF aufgezeichnet. Dann habe ich Filme und Bilder, die auch als literarischer oder anekdotischer Rückgriff auf die Vergangenheit der Väter interessant sind. Was haben die Väter mit ihrer Zeit gemacht? Wie sah es da aus in der Welt? Da gibt es Kriegsdokumentarfi lm-Material in meinem Archiv. Dann kam ich auch zu den amerikanischen Spielfi lmen und den propagandistischen Spielfi lmen der UFA. Ich habe davon einen Fundus aus den Jahren 1936 bis 1948. So habe ich ungefähr drei Dekaden Film- und Bilderwelten im Archiv. In diesem Dunstkreis habe ich mich bewegt. Daraus versuche ich, eine Bildwelt zu schaffen, die ich subjektiv mit mir als Person verbinde. Ziel meiner Arbeiten ist, zu untersuchen, was das eigentlich ist, in einer bestimmten Zeit zu leben, sich
mit der politischen und kulturellen Atmosphäre auseinandersetzen zu müssen. Das ist so wie eine zwanghafte Maßnahme. Ich muss etwas tun, das mir das Leben in Bildern erklärt.“ (In: Eikon, Nr. 24, 1998)

Wie in den frühen Videobändern wird auch in den neuen Fotoarbeiten vorgefundenes Filmmaterial montiert. Angehaltene Filmbilder sind zu Collagen
kombiniert. Verschiedene Bildvorlagen generieren die Metaebenen der Fotos. Paul-Smith-Tüten kommentieren Malerei, farbige Pixel formen in einer Art „Genomregen“ Menschenbildnisse aus. Franz Werfels XY-Profi le als Koordinaten für den Blick auf die spiegelnden Sphären.

„Ghost“ ist eine der Arbeiten aus dieser neuen Werkphase, die zum ersten Mal veröffentlicht wird. Humorvoll treffen hier bei der Geburt einer Athene
eine Hollywoodgottheit und zwei der Könige aus dem Morgenland
aufeinander - oder der Betrachter eröffnet eigene ikonographische
Spiele. Die beiden Objekte „Radar-Zylinder“ und „Adorno-Canetti-Tisch“
versuchen, im technischen und intellektuellen Dialog den anderen
zu orten. Die Serie „Female Loops“, extrahierte Technicolour-Clips in Sekundenlänge auf Plasmaschirm, komplettiert die kleine Werkschau.

Abbildung:
Ghost, 2005, Diasec, Aufl. 4, 120 x 110 cm

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OPEN SPACE Halle 4.1 - Isa Melsheimer

Das Leben ist eine Baustelle. Wer findet nicht, dass diese Metapher treffend beschreibt, in welchen ruinösen, unfertigen oder prozessualen Zuständen
wir uns mitunter befi nden? Und jeder fertige Zustand beschreibt nur ein momentanes Loslassen, eine kurzfristige Zufriedenheit, in deren Modellcharakter
bereits eine Veränderung oder Verbesserungsmöglichkeit eingebaut ist. Exakt jene Befi ndlichkeit beschreiben die Arbeiten von Isa Melsheimer. In ihren Skulpturen wird der Weltentwurf
über das künstlich, sehr surreal Gebaute einer Miniaturlandschaft auf die dennoch elementarsten Formen des Wohnens, mithin Lebens, heruntergefahren…

Gregor Jansen, 2005

Isa Melsheimers surreale Behausungen sind provisorische Modelle vom Leben an Nicht-Orten. Zu ihrer Installation „Zyklone“ wurde sie durch Schutzbauten angeregt, wie sie in Indien und Bangladesch gegen Flutwellen und Wirbelstürme errichtet werden. Es sind Betongebäude von
schiffsartiger Anmutung zum Schutz in Notfällen, geeignet aber auch zur Zwischennutzung aller Art in meteorologisch beruhigten Zeiten - als Schulen, Clubräume, Spitäler -, offene Räume also. Melsheimers Installationen thematisieren das Verhältnis von Bauten und ihrem jeweiligen Ort. Dabei werden Perspektiven und Größenverhältnisse auf den Kopf gestellt, um wohnbaurelevante, gesellschaftspolitische und
letztlich psychosoziale Fragen zu untersuchen. Die assoziativen Versatzstücke verkehren sich häufi g in ihr Gegenteil, das Innen nach außen, das Oben nach unten und umgekehrt. „Zyklone“ besteht im Wesentlichen aus einem Betonteil, einer Abdeckplane und einem Gebilde aus Glassplittern, welches die Welle einleitet. Diese setzt sich in einem Patchwork aus Planen fort, in die die Wirbel der Zyklone mit weißem Faden eingenäht sind. Sie sind dem Satellitenbild einer Wetterkarte entnommen. Die Welle aus Glas und Abdeckplanen verkehrt sich samt ihrer Bedrohlichkeit
ins Gegenteil - in einen Schutz gebenden Unterschlupf: Von unten betrachtet, wird sie als Zelt zur Metapher temporären Wohnens.

Zyklone, Projektentwurf, 2006

Weitere Informationen: www.art-cologne.de

Weitere Infos:

Unsere KünstlerInnen Halle 4.1 | Stand B40C39:

ADAM ADACH, SABINE BOEHL, HERBERT BRANDL, ERNST CARAMELLE, HELMUT FEDERLE, BERNARD FRIZE,
KATHARINA GROSSE, IMI KNOEBEL, KARIN SANDER, JÖRG SASSE, ADRIAN SCHIESS, GÜNTER UMBERG

Open Space 2006: ISA MELSHEIMER Zyklone, 2006
Halle 4.1 | Stand B40C39 Klaus vom Bruch



Künstlerbiographie(n) und Kunstwerke:
Polly ApfelbaumHerbert BrandlErnst CaramelleHelmut FederleJörg SasseBernard FrizeKatharina GrosseImi KnoebelSol LeWittAdam AdachAdrian SchiessJessica StockholderStefan ThielGünter UmbergAlan CharltonManfred PerniceKarin Sander James WellingSabine BoehlIsa MelsheimerAgnieszka Kalinowska


Presseberichte zur Veranstaltung:
Art-Cologne - Klaus vom BruchOPEN SPACE Halle 4.1 - Isa Melsheimer

Quelle:

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Bilder zur Veranstaltung:

 Galerie nächst St.
 Stephan - Art Cologne
 2006

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