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Jüdischer Friedhof (Schwerin an der Warthe?).

 • Lesser Ury • 

Jüdischer Friedhof (Schwerin an der Warthe?)., 1895

Pastell auf fester Malpappe.

Losnummer: 514


Mit einer Expertise von Dr. Sibylle Groß, Berlin, vom 24. Juli 2017. Das Pastell wird in das in Arbeit befindliche Werkverzeichnis aufgenommen. - Provenienz: Nachlass des Künstlers; Sammlung Heinrich Stahl, Berlin (erworben 1932); Sammlung James und Vivian Tyrrel, Kalifornien (erworben vor 1949 in Los Angeles oder San Francisco); Privatsammlung Frankfurt am Main (erworben 2017 in Philadelphia). - Das 1895 entstandene Pastell, das eine Reihe Grabsteine zwischen lichten, hellgrünen Laubbäumen zeigt, stellt mit großer Wahrscheinlichkeit den Jüdischen Friedhof von Schwerin an der Warthe dar und ist Urys bislang einzig bekannte Wiedergabe eines jüdischen Friedhofs. "In diesem Jahr [1895] verbrachte Lesser Ury den Sommer in der Stadt Schwerin an der Warthe (heute Miedzychód) in der damaligen preußischen Provinz Posen gelegen. Die Anregung, nach Schwerin zu reisen, kam von einem Freund, dem Kunstkritiker Max Osborn. Lesser Ury trug sich damals mit dem Gedanken, ein größeres Bild mit dem alttestamentlichen Sujet der trauernden Juden an den Wassern von Babylon zu malen." (Dr. Sibylle Groß, Expertise)
Der aus jüdischer Familie stammende Künstler gilt als wegweisender Vertreter des Impressionismus in Deutschland. Neben seinen nächtlichen Straßenzügen waren es vor allem auch Urys Landschaftsansichten, die zu seiner Bekanntheit beitrugen. Neben Ölgemälden schuf Ury mit Vorliebe Pastellarbeiten. Wie virtuos er diese, zu seiner Zeit fast vergessene Technik beherrschte, zeigt die vorliegende Arbeit. Ist die Pastellkreide in einigen Partien stark verwischt, sodass die Farben weich und fließend ineinander übergehen, bleibt sie an anderer Stelle als eine intensiv leuchtende Kontur auf dem Papier bestehen. Auf meisterliche Weise bringt Ury so das Flirren des Lichts und das seichte Wiegen der Bäume und Gräser zur Darstellung. Ury bewies hier einmal mehr, dass er ein hervorragender Stimmungsmaler war, der die gesamte Klaviatur der Farbnuancen und Farbspiele beherrschte. Die skizzenhafte Leichtigkeit, mit der er die grauen Grabsteine in die farbenreiche Natur eingebettet hat, evoziert eine friedvoll idyllische Atmosphäre.


Veranstaltungshinweise:

Am 28.10.2017 Auktion 47

Maße: 48 x 34,8 cm

signiert datiert


Schätzpreis: 15.000,-  EURO

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