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Jean Baptiste Camille Cord, Junge Frau mit Mandoline

Jean Baptiste Camille Cord, Junge Frau mit Mandoline

Öl auf Leinwand. 33,5 x 26 cm.
Signiert unten rechts: Corot.

Losnummer: 2514


Das Gemälde "Junge Frau mit Mandoline" stammt aus der frühen, von Italien beeinflussten Schaffensphase Corots. Auf seiner Reise in die Campagna Romana fand er ab 1825 zu der ihm eigenen zurückhaltenden Farbigkeit, die auch für dieses Werk charakteristisch ist. In der Zeit zwischen 1826 und 1828 fertigte Corot, der vor allem für seine Landschaftsmalerei bekannt ist, mehrere sorgfältig komponierte und flüssig ausgeführte Personenstudien an, die seine Fähigkeiten auch auf diesem Gebiet veranschaulichen. Zu diesen Studien gehört auch unser Gemälde, das eine junge Italienerin am felsigen Ufer eines mittelitalienischen Sees, womöglich des im 20. Jahrhundert trockengelegten jedoch zur Entstehungszeit des Bildes großflächigen Lago Velino, zeigt. Ihr zaghafter Blick, der graue Himmel und die leere Weite der Landschaft sind die wenigen aber präzise eingesetzten Mittel, mit denen Corot jene melancholische und träumerische Stimmung erzielt, die sein gesamtes Œuvre kennzeichnet.
Nachdem Corot, der für seine Wohltätigkeit bekannt war, das Bild noch zu Lebzeiten an einen namentlich nicht bekannten Freund verschenkt hatte, befand es sich nachweisbar seit 1943 in der Sammlung des berühmten Pariser Sammlers Georges Renand (1879 - 1968). Renand gelang es in den späten 20er und frühen 30er Jahren eine der größten Sammlungen impressionistischer und romantischer Kunst zusammenzutragen - sein gutes Auge macht eine Provenienz aus seiner Sammlung noch heute zum Qualitätsmerkmal. Ein Großteil der exquisiten Sammlung Renands wurde 1987 bzw 1988 im Pariser Auktionshaus Hotel Drouot versteigert und brachte 227 Millionen Francs ein. Das Gemälde "Junge Frau mit Mandoline" verschenkte Renand jedoch, ganz der altruistischen Haltung Corots folgend, schon vor 1960, wodurch es in verschiedene Schweizer Sammlungen und schließlich in eine süddeutsche Privatsammlung gelangte.

Provenienz

Corot. – 1873/1874 französische Privatsammlung (Freund von Corot) (F. Daulte: L’Impressionnisme dans les Collections Romandes, Ausstellungskatalog 1984). – Vor 1942 Sammlung Georges Renand bzw. „Pariser Privatsammlung“ (G. Balzac: Corot, catalogue raisonné, Aufl. 1951 I. und II.). – Vor 1960 Privatsammlung. – 1984 Sammlung Bruno Lohse (Koldehoff 2009) / „Schweizer Privatsammlung“ (Daulte 1984). – 2007 Schweizer Privatsammlung. - Gegenwärtig süddeutsche Privatsammlung.

Ausstellung

L’Impressionnisme dans les Collections Romandes, Lausanne 1984.


Veranstaltungshinweise:

Am 30.05.2020 Auktion 1153: Alte Kunst - Kunst des 19. Jahrhunderts


Schätzpreis: 80.000 - 100.000  EURO

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