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Robert Doisneau, Coco, 1952

Robert Doisneau, Coco, 1952

Vintage, Gelatinesilberabzug hochglänzend. 24 x 18,1 cm. Rückseitig mit Photographenstempel, mit Kugelschreiber phototechnische Angaben, Stempel der 'Collection Robert Giraud' und von fremden Händen mit Bleistift und Kugelschreiber bezeichnet. - Abzug mit Gebrauchsspuren, im unteren Bildbereich stellenweise bräunliche Verfärbungen durch Fixiererrückstände.

Losnummer: 107


Provenienz

Vom Photographen an Robert Giraud; Galerie 1900 - 2000, Paris; Privatbesitz, Paris

Literatur

Robert Doisneau, Drei Sekunden Ewigkeit. 101 Photographien. Mit einem Essay des Photographen, München u.a. 1997, Tafel 42; L’œil et la plume, une amitié: Robert Doisneau et Robert Giraud, Ausst.kat. Galerie 1900 – 2000, Paris 2004; Robert Doisneau. Mein Paris, München 2005, S. 145 mit Abb.; Jean-Claude Gautrand, Robert Doisneau 1912 – 1994, Köln 2014, S. 143 – 147, S. 257 mit Abb. (Ausschnittsvariante)

Mit Doisneaus “Coco” aus dem Jahr 1952 kommt hier eines der zu Recht bekanntesten, da eindringlichsten Portraits des Photographen zum Aufruf. Der unverwandte Blick des Trinkers am Tresen nimmt den Betrachter ebenso gefangen wie seine fratzenhaft wirkende Physiognomie oder das vom Photographen aufmerksam beobachtete Detail seines am Rücken zerschlissenen Mantels. Die Aufnahme entstand auf einem von Doisneaus Streifzügen durch das nächtliche Paris, die er ab 1947 gemeinsam mit seinem Freund und Wegbegleiter, dem Journalisten Robert Giraud unternahm. Giraud war es, der den Photographen, der sich bis dato eher auf Portraits der Künstler- und Intellektuellenszene des Rive Gauche konzentriert hatte, auf die Welt der Clochards und Trinker, der Exzentriker und Ausgegrenzten aufmerksam machte und dadurch den Blick des Photographen nachhaltig beeinflusste. „Ohne ihn hätte ich sie nicht kennengelernt, die Diebe, die Tätowierten, die Liebesdienerinnen und ein buntes Volk unterschiedlicher Gestalten“, so würdigte Doisneau später die Bedeutung, die Giraud für die Entwicklung seines Werkes hatte (zit. nach Jean-Claude Gautrand, a.a.O., S. 145). Bei dem hier vorliegenden Abzug handelt es sich um einen der sogenannten „tirages du lendemain“, die Doisneau seinem nächtlichen Gefährten für gewöhnlich am Tag nach der Entstehung der Aufnahme als photographische Ausbeute der letzten Nacht zu schenken pflegte.

Wir danken Rodica Sibleyras, Galerie 1900 - 2000, Paris, für freundliche Auskünfte.


Veranstaltungshinweise:

Am 01.06.2018 Auktion 1109: Photographie


Schätzpreis: 5.500 - 6.500  EURO

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