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Julius Alexander Rappoport, Encrier „aux pattes de lion“, St. Petersburg 1896-1908

Julius Alexander Rappoport, Encrier „aux pattes de lion“, St. Petersburg 1896-1908

mit Stempel FABERGE (Carl Fabergé, 1846-1920)

Silber. Rechteckiges, fein eingerahmtes Blatt mit zentraler Tischglocke, flankiert von je 1 Deckelgefäss für Tinte und Löschsand, auf fein reliefierter Zarge mit Tatzenfüssen.

53x28,5x23,5 cm.



Provenienz: Aus französischem Besitz.

Ein ähnliches Encrier, jedoch von kleinerer Ausführung, ist abgebildet in: U. Tillander-Godenhielm, Fabergé, Helsinki 2008; S. 266.

Losnummer: 1444


J.A. Rappoport war der bedeutendste Goldschmied des Atelier von C. Fabergé. Er lernte seine Handwerkskunst in Berlin bei O. Scheff und liess sich 1883 in St. Petersburg nieder, wo er zunächst selbständig tätig war, um später für Fabergé zu arbeiten. Zu seinen Spezialitäten - und das hier angebotene Encrier stellt ein sehr schönes Beispiel dar - gehörten grossformatige Werke sowie feine Tierdarstellungen.

Carl Peter Fabergé wurde am 30. Mai 1846 als Sohn des Goldschmieds Gustav Fabergé und seiner Frau Charlotte, geborene Jungstedt, in St. Petersburg geboren. Carl Fabergé absolvierte die St. Annenschule und zog später mit seiner Familie nach Dresden, wo er die Handelsschule besuchte. Das in St. Petersburg gegründete elterliche Goldschmiedegeschäft wurde von einem Freund und Partner weitergeführt. Im Jahr 1872 heiratete er Augusta Jakobs und aus dieser Verbindung gingen vier Söhne hervor, Eugène, Agathon, Alexander und Nicholas, die alle in das Unternehmen einstiegen. 1881 starb der Geschäftspartner des Vaters und somit konnte Carl Fabergé seine eigenen Schmuck- und Dekorationsobjekte in zeitgenössischen Trend realisieren. Sehr begehrt wurden die Fabergé- Ostereier aus Gold, welche als Dose fungierten. Die mit Edelstein besetzten Miniaturformen waren der Beginn einer Serie, die für Zar Alexander III hergestellt wurde. Danach folgten 55 andere Ostereier, welche den Grundstein für die edlen kunsthandwerklichen Ostereier mit den Qualitätsnamen Fabergé legten. Zu weiteren Dekorationsobjekten zählten unter anderem Etuis, Trinkbecher, Flakons, Bonbonieren oder Schreibgarnituren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts führte Carl Fabergé über 500 Mitarbeiter in seinen Geschäften in Kiev, Moskau, Odessa und London. Nach der Revolution im Oktober 1917 siedelte er mit seiner Familie nach Berlin über und später nach Wiesbaden. Carl Fabergé starb am 24. September 1920 in Lausanne, nachdem sein Unternehmen zuerst verstaatlicht und wenig später aufgelöst wurde.


Lit.: M.M. Postnikova-Losseva, L'orfèverie russe, Moskau 1974. Katalog "Fabergé - Orfèvre des Tsars, Musée des Arts Décoratifs, Paris 1993.


Veranstaltungshinweise:

Am 18.09.2017 bis 22.09.2017 Auktionswoche A182: Schmuck, Silber & Porzellan, Möbel & Skulpturen, Gemälde Alter Meister und des 19. Jahrhunderts, Teppiche, Bücher


Schätzpreis: 45.000 - 55.000  SFR

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