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Galerie Leuenroth - Frankfurt - Pilger, 2013, Öl auf Leinwand, 140x200cm

Galerie Leuenroth - Frankfurt - Pilger, 2013, Öl auf Leinwand, 140x200cm

Jan Dörre l Landung

vom 07.09.2013 bis 05.10.2013

Galerie Leuenroth GmbH

Fahrgasse 7

DE-60311 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 920 399-71

Telefax: +49 (0)69 920 399-72

E-Mail: info@galerieleuenroth.de

URL: www.galerieleuenroth.de

Die Galerie Leuenroth zeigt anlässlich des diesjährigen Saisonstarts der Frankfurter Galerien neue Arbeiten des Leipziger Malers Jan Dörre.

Dörres Bilder stehen in der Tradition europäischer Stilllebenmalerei mit ihrem gewohnten Repertoire wiederkehrender Motive und Konstellationen. Zugleich ist jedoch unverkennbar, dass Dörres Bilder im 21. Jahrhundert entstanden sind und er Gegenstände aus der Gegenwart zu einem eigenen Kosmos arrangiert. „Es sind dabei freilich weniger die Gegenstände der Betrachtung, die Dörres Bildern ihre spezielle Eigenart verleihen. Also nicht die Totenschädel, Messer, Gabeln, Teller, Bücher oder Kerzen, nicht die Eidechsen, Vögel, Käfer, nicht die Kirschen, Granatäpfel oder abgenagten Knochen, die dargestellt sind. Motive wie Statisten positioniert für ein Formspiel, welches sich dabei als bestechendes Handwerk offeriert. Schönheit nicht leugnend, das Dekorative nicht abweisend, sind diese Bilder eine unmittelbare Augenfreude. Sind sinnlich im kühlen Habitus.
Aber sind sie auch Sinn-Bilder? Ist in ihnen noch das Allegorische eingeprägt, dass diese Malerei-Gattung in ihrem Ursprung mitdefinierte? Dörres Kunst ist eine des genauen Blicks, sie zelebriert das Detail geradezu. Nichts Verschwommenes, nichts Diffuses gibt es. Alles scheint Akkuratesse und Eindeutigkeit. Aber man schaue genau hin: Plötzlich entdeckt man kleine optische Verschiebungen, Größenrelationen, die oft nur in minimalen Nuancen von denen einer Realität abweichen, die nun auf einmal als ironische oder auch irritierende Verzerrung in diesen Bildern liegt. Die somit wiederum auch souverän ihre eigene Realität postulieren.
Und wenn hinter all dem dabei so präzise konturiert und unverstellt Offerierten, eben plötzlich etwas Verborgenes, etwas Heimliches spürbar wird, ahnt man, wovon diese Bilder künden. Es ist das Befremdliche im Vertrauten, das darin zum Schwingen gebracht wird. Es ist das Festgeschriebene des Allegorischen, dessen Korsett Dörre gleichsam aufdröselt. In dieser Malerei ruht ein Paradoxon: In der genauen Wiedergabe des betrachteten Gegenstandes, sei es ein Buch oder ein Zeisig, sei es eine Handtasche oder ein Feuersalamander, zeigt sich ein Beharren auf das Konkrete - wenn man so will: auf die Welt - die zugleich aber in der Konstellation dieser Gegenstände und somit in ihrem Spannungsverhältnis zueinander, atmosphärisch so diskret wie kontinuierlich eine Unterhöhlung erfährt. Fadenscheiniger als auf diesen Bildern, ist das Konkrete, ist die Welt in ihren Festschreibungen, selten.“ (Steffen Georgi)

Jan Dörre (*1967) hat an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Professor Sighard Gille studiert. Dörre lebt und arbeitet in Leipzig. Seine Arbeiten sind in zahlreichen Sammlungen vertreten.



Künstlerbiographie(n) und Kunstwerke:
Jan Dörre

Quelle:

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Kunstwerke:

Kalte Suppe

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Retro

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Bilder zur Veranstaltung:

 Pilger, 2013, Öl auf
 Leinwand, 140x200cm

Pilger, 2013, Öl auf Leinwand, 140x200cm




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