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Neumeister verbucht sensationellen Erfolg für Wittelsbacher „Kunst im Exil“

Joseph Stieler, Königin Karoline Friederike von Bayern - König Maximilian I. Joseph von Bayern - Hildegard Prinzessin von Bayern - Adelgunde Prinzessin von Bayern

Zuschlagsquote von 100 % „white glove sale“ und „together forever“ – Die Zuschläge ergaben mehr als das 2,5fache der Gesamttaxe.

Den Auftakt der Auktion bildeten Silbergegenstände, deren Schätzungen fast ausnahmslos um ein Vielfaches übertroffen wurden. Erwartungsgemäß hoch wurden die Teile des Tafelsilbers der Bamberger Fürstbischöfe, aus dem sogenannten „Bamberger Service“ zugeschlagen. Vier Lose (Lots 3 – 6) Teller und Platten mit dem königlich bayerischen Wappen wechselten die Besitzer für insgesamt rund € 200.700. Acht Kerzenleuchter (Lot 9), Ende 18. Jh. steigerten zahlreiche Bieter von geschätzten € 1.800 auf einen Erlös von rund € 12.500, für den es an einen Bieter aus Monte Carlo ging. Ebenso überraschend groß war das Interesse an einem kleinen Silber-Wandweihwasserbecken der Firma Neresheimer (Lot 33, Schätzpreis € 350 – 400), das einem Saalbieter rund € 2.800 – für seine an Wittelsbacher Wald grenzende Hauskapelle – wert war. Ein Toilettespiegel mit Silberrahmen (Lot 24), wohl aus dem Besitz der Marie Therese von Bayern, konnte seinen Schätzpreis verachtfachen und ging für € 10.160 an einen Münchener Privatsammler.

Beim Glas heftig umworben waren zwei ovale ungarische Kristallschalen (Lot 48 und 49), die für jeweils € 3.810 an einen Münchener Telefonbieter gingen und damit ihren Schätzpreis mehr als verzehnfachen konnten. Ein Spitzenergebnis beim Porzellan konnte für die Panoramavase mit Berliner Straßenprospekt „Unter den Linden“, KPM Berlin, (Lot 51) aufgrund der hervorragenden Provenienz – die Vase war ein Geschenk König Friedrich Wilhelms III. von Preußen an den bayerischen Kronprinzen Maximilian, den späteren König Max II. von Bayern, erzielt werden. Die Vase sicherte sich ein Telefonbieter aus Berlin für € 101.600. Das im Vorfeld der Auktion bereits heftig umworbene „Kaninchen“ (Lot 55) der Nymphenburger Porzellanmanufaktur nach einem Modell von Isabella von Bayern, konnte in einem spannenden Bietgefecht zwischen Telefon- und Saalbietern, einem Privatsammler in Mittelfranken für € 6.350 zugeschlagen werden.

Das erste zum Aufruf gelangende und zugleich das älteste, um 1600 entstandene, Gemälde der Auktion „Turnier in Antwerpen 1498“ (Lot 57) rief so großes internationales Interesse hervor, daß sich der Schätzpreis in einem heftigen Bietgefecht mehr als verfünffachte und für € 127.000 an einen Bieter nach Belgien ging. Es war ein Jahr nach dem Beitritt Ungarns in die EU in der Ausstellung „Mary of Hungary. The Queen and Her Court 1521–1531“ in Budapest im Historischen Museum gezeigt worden (30. September 2005 – 9. Januar 2006, Kat.-Nr. II-2: mit weiterführender Literatur) sowie in Gent/ Belgien. Höhepunkt der Auktion war die Versteigerung der vier Porträts (Lots 63, 64, 65, 66) des Hofmalers König Ludwig I von Bayern, Karl Joseph Stieler. Die Gemälde verbuchten mit knapp € 450.000 das höchste Ergebnis der Versteigerung. Äußerst erfreulich, dass alle vier Porträts zusammenbleiben und zukünftig im Stieler-Haus am Tegernsee beheimatet sein werden – somit „together forever“.

Veranstaltungen zum Bericht:
Sonderauktion: Kunst im Exil - Die Wittelsbacher in Sárvár

Quelle: © Neumeister Münchener Kunstauktionshaus

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