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Spitzenpreise bei Grisebach – Die Ergebnisse der Herbstauktionen in Berlin

Max Liebermann, Die Große Seestrasse in Wannsee mit Spaziergängern, 1920

Das teuerste Los der Auktion „Ausgewählte Werke“ kommt aus dem Bereich der modernen Kunst: Max Liebermanns „Die Große Seestrasse in Wannsee mit Spaziergängern“ von 1920 ging zu einem Spitzenpreis von 745.000 EUR* in eine deutsche Privatsammlung. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte die schwungvolle „Geisha-Revue“ von Georg Tappert aus dem Jahr 1911/13, die sich ein amerikanisches Museum gegen Bieter aus dem In- und Ausland erkämpfte (709.000 EUR*). René Magrittes strahlende, kleinformatige Gouache ging für 500.000 EUR* in eine nordamerikanische Sammlung. Georg Kolbes „Sklavin“ konnte die Schätzung verdreifachen und fand für 300.000 EUR* nach einem langem Bietgefecht einen neuen Besitzer in Nordrhein-Westfalen.

Die Erfolgswelle und das Interesse an der Kunst der Neuen Sachlichkeit bei Grisebach setzen sich auch nach der großen Nachfrage im Sommer weiter fort: Rudolf Schlichters „Speedy als Madonna“ von 1934 ging für 262.500 EUR* in eine norddeutsche Sammlung. Das eindringliche Selbstporträt von Curt Querner aus dem Jahr 1934 und Jeanne Mammens „Vor der Komödie am Kudamm, nachts“ wechselten für 87.500 EUR* respektive 112.500 EUR* die Besitzer. Auch amerikanische Sammler zeigten großes Interesse an der Kunst der Neuen Sachlichkeit: Hans Grundigs „Mädchen mit rosa Hut“ von 1925 (337.500 EUR*), Franz Lenks „Altes Wehr“ von 1930 (100.000 EUR*) und Albert Birkles „Kreuztragung“ (Friedrichstraße) von 1924 (275.000 EUR*) gehen alle drei nach langem Bietgeschehen in amerikanische Sammlungen.

Mit gleich zwei Weltrekorden zeigte sich in der Auktion „Ausgewählte Werke“ ebenso großes Interesse an der Kunst der Gegenwart: Nach einem langen und internationalen Bietgefecht ging Arnulf Rainers „Ohne Titel“ (Rotes Bild) von 1959 für 400.000 EUR* in eine deutsche Privatsammlung. Und noch nie wurde für den „Filzanzug“ von Joseph Beuys aus dem Jahr 1970 auf einer Auktion mehr bezahlt (137.500 EUR*).

Als zweite starke Säule neben der Modernen Kunst hatte auch die Auktion Zeitgenössische Kunst am Freitagabend einen fulminanten Auftritt; das stringente und vielseitige Angebot erfreute sich großer Beliebtheit. Per Kirkebys großformatige Landschaft „Ohne Titel“ aus dem Jahr 2006 ging für 375.000 EUR* nach Großbritannien. Einen weiteren Spitzenpreis für Arnulf Rainer erzielte die Arbeit „Monte“ (1962) aus der Sammlung von Thomas und Raffaela von Salis für 212.500 EUR*. Norbert Schwontkowskis „Im Park“ von 2007 erzielte einen sensationellen Preis für den Künstler von 112.500 EUR*. Wertsteigerungen gab es auch für Robert Mangolds „Untitled #5“ von 1986 (Schätzung EUR 25.000 / Ergebnis 100.000 EUR*) und Georg Herolds „Kleiner Bernhardiner” aus der Serie Deutschsprachige Gipfel von 1985 (Schätzung EUR 6.000 / Ergebnis: 40.000 EUR*).

Ein Riesenerfolg war die Sonderauktion der Sammlung des früheren brasilianischen Botschafters in Deutschland, Mario Calábria: Bei einer Verkaufsquote von fast 100% nach Losen und einer Verdoppelung der Schätzung sorgten Spitzenzuschläge etwa für Woty Werner („Entspannung“ 1953, Schätzung EUR 1.000 / Ergebnis 26.250 EUR*), A.R. Penck (Ohne Titel. Vor 1980, Schätzung 30.000 / Ergebnis 131.250 EUR*) und Mavignier (Ohne Titel (K.B. 47). 1961, Schätzung 50.000 / Ergebnis 100.000 EUR*) für beste Stimmung im Auktionssaal und an den Telefonen. Die Versteigerung dieser umfangreichen Sammlung wird Anfang nächsten Jahres als Online Only Sale fortgesetzt.

In der Herbstauktion für Photographie am 2. Dezember stieß die piktorialistisch anmutende „Herbststimmung“ eines unbekannten Photographen auf besonderes Interesse und ging für 50.000 EUR* in die USA. Das Coverlos der Auktion, Mitch Epsteins „Flag“ aus dem Jahr 2000, wurde für 31.250 EUR* erworben und ging zusammen mit Saul Leiters „Wet Window“ für 10.000 EUR* (Schätzung 4.000) in dieselbe Schweizer Sammlung.

Das Hauptlos der Auktion Kunst des 19. Jahrhunderts, Carl Gustav Carus’ „Schiffsmühle auf der Elbe bei Dresden“ aus dem Jahr 1826, kletterte auf 137.500 EUR*. Es geht zurück in seine sächsische Heimat. Auf großes Interesse stieß auch das Gemälde „Frage an die Sterne“ aus dem Jahr 1901 von Karl Wilhelm Diefenbach, welches für 50.000 EUR* versteigert wurde (Schätzung 10.000 EUR). Erfreuliche Preissteigerungen zudem bei den qualitätvollen Ölstudien: Eine Neapel-Ansicht des Franzosen André Giroux versechsfachte ihre Schätzung (22.500 €*). Anna Dorothea Therbuschs „Selbstbildnis als Flora“ (um 1765/1768) ging für 56.240 EUR* in eine deutsche Privatsammlung.

Grisebach freut sich sehr über das bemerkenswerte Interesse und starke Engagement deutscher und internationaler Museen in allen Auktionen. Mit einem Gesamtergebnis von 17,2 Mio* blickt Grisebach auf eine sehr erfolgreiche Herbstsaison zurück.

Quelle: © Villa Grisebach Auktionen GmbH

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